Archiv der Kategorie 'Sperrmüll'

Guerrilla Gardening

Guerrilla Gardening, ursprünglich als subtiles Mittel politischen Protests und zivilen Ungehorsams anzusehen, ist die heimliche Aussaat von Pflanzen im öffentlichen Raum, vorrangig in Großstädten oder auf öffentlichen Grünflächen.

Mittlerweile hat sich Guerrilla Gardening zu einer urbanen Landwirtschaft weiterentwickelt und verbindet mit dem Protest den Nutzen einer Ernte beziehungsweise einer Verschönerung trister Innenstädte durch Begrünung brachliegender Flächen.

Gärtnern heißt direktes Handeln: es kann den Anspruch der Menschen auf ein Stück Land bekräftigen, städtische Gemeinschaften wiederaufleben lassen und die Kontrolle der Multis über das Angebot an Nahrungsmitteln zurückdrängen.

Die Bewegung besteht aus vielen sehr unterschiedlichen Gruppen. Aber das gemeinsame Ziel ist klar: Menschen wieder dazu zu bringen, auf einem Stück Land Nahrung zu produzieren, mit Hilfsmitteln aus der Umgebung und einem Minimum an Energie. Statt Äpfel zu kaufen, die aus Chile eingeflogen werden, kann sich jeder seine dort pflücken, wo er lebt. Aus privaten Gärten werden öffentliche, aus Monokultur wird Vielfalt und aus Konsum Produktion.

Mittlerweile haben sich die Guerrilla-Gärtner weltweit organisiert. Am ersten Mai 2000 hat die Aktivisten-Gruppe „Reclaim the Streets“ unter dem Slogan „Resistance is fertile“ (Anm. d. Ü.: Widerstand ist fruchtbar, Wortspiel mit „Resistance is futile“ – Widerstand ist zwecklos) Pflanz-Events in vielen britischen Städten organisiert, als Teil eines weltweiten Aktionstages gegen den Kapitalismus. Im April davor hatte es ähnliche Veranstaltungen in Washington, D. C., im Rahmen der Meetings des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank gegeben.

social-impact

Selbstverständnis http://www.social-impact.at

Social Impact arbeitet an der Entwicklung von Narrationen, d.h. bildhafte Illustrationen, die gesellschaftspolitische Reibungsflächen und Konflikte sichtbar machen. Eines der Schwerpunktthemen von Social Impact sind die Handlungseinschränkungen marginalisierter Gruppen.

Es wird ein Prozess entwickelt, der einen Konfliktbereich in der Öffentlichkeit sichtbar macht. Die Prozesse werden aber so gestaltet, dass sie nicht nur wissenschaftliche und künstlerische Recherchetechniken zur Erfassung der Ausgangslage benützen, sondern es wird auch versucht einen Schritt weiter zu gehen. Basierend auf der Umfeldanalyse werden Produkte entwickelt und erprobt, die einerseits die bearbeitete Problematik illustrieren aber auch im bearbeiteten gesellschaftlichen Konfliktbereich eine nachhaltige Wirkung entfalten.

Als Gestaltungsmittel zur Umsetzung dieser narrativen Illustrationen/Prozesse werden neben visuellen Medien wie Video, Fotografie und Grafik das gesamte Repertoire der Kunst des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Es werden immer jene Medien ausgewählt, die für den jeweiligen Prozess die größtmöglichen Effizienz versprechen, z.B. partizipative Prozesse, performative Praxen, Gewinnspiele, Lectures, Kommunikationsplattformen, Aktionen, Inszenierungen, ….. Die Fülle an bereits verwendeten Medien reicht von Flugblättern bis bedruckten Plastiktaschen die vor Supermärkten verschenkt wurden, von Kinowerbespots und Videoinstallationen bis zu großformatige Fotografien oder einer Kollektion von Sommerbekleidung.

Die Ausformung und Konzeption der als soziale Prozesse bezeichneten Kunstprojekte von Social Impact wird berücksichtigt als zentralen Bestandteil bereits die aktiven Einbindung von Betroffenen und die Kommunikation über den Prozess und seine Ergebnisse mit den drei Zielgruppen Mitwirkende, Laufpublikum und Kunstlandschaft.

Als abschließender Schritt wird darauf bedacht genommen, dass die Projektergebnisse und Dokumentation bzw. die visuellen Rechercheergebnisse in die Kunstlandschaft rücktransferiert werden; in Form von Ausstellungen und Präsentationen. Damit wird ein sozialer Prozess auf Meta-Ebene mitgestaltet, nämlich die Diskussion um die gesellschaftliche Verantwortung von Kunst und deren gesellschaftspolitische Relevanz.

Beim Projektstart ist oftmals nicht fixiert, in welcher visueller Form sich die Rechercheergebnisse manifestieren. Trotzdem kann auf eine erfolgreiche Tätigkeit zurückgeblickt werden, bei der jede Intervention einen wertvollen gesellschaftspolitischen Impact geliefert hat.

Willkommen bei Common Resources for Social Change

Viele Menschen sind mit der gesellschaftlichen Situation unzufrieden – sei es lokal, oder global. Manche begeben sich in die innere Emigration und beschäftigen sich nicht mehr mit den Problemen und Konflikten die uns umgeben – da es den Anschein hat, dass die Konflikte übermächtig sind und mensch gegen diese Übermacht von GegenspielerInnen – seien es Medien, Parteien oder wirtschaftspolitische Gegebenheiten nicht ankommt.

Die Common Resources for Social Change (CR) zeigen erprobte Methoden und Strategien auf, die es ermöglichen, in kleinem oder größerem Rahmen zu intervenieren. Methoden und Strategien werden offengelegt, die zur Demokratisierung beitragen und eine gleichberechtigte Teilhabe aller unterstützen. Manche Projekte sind komplett dokumentiert, andere wieder in Teilen, manche mögen nur als Idee existieren, aber der Schwerpunkt liegt auf bereits erprobten und erfolgreichen Vorhaben.

Am Beginn stehen einzelne Projekte und Interventionen von Kulturinitiativen und KünstlerInnen aus dem oberösterreichischen Zentralraum, die Ausweitung auf den deutschsprachigen Raum ist geplant. Gemeinsam ist allen Projekten das gesellschaftspolitische Engagement – und dass die publizierten Projekte zu Commons erklärt werden – das heisst jede und jeder kann sie nachmachen, adaptieren und weiter entwickeln – immer im Rahmen der Creative Commons Lizenz 2.0 – siehe http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/at/

Die CR ermöglichen es dadurch von den Erfahrungen und Ideen Anderer zu profitieren und baut sukzessive einen Wissenspool auf. Mensch muss nicht mehr bei Null anfangen – sondern kann sich von anderen Projekten inspirieren lassen und lernen – oder sogar ein Projekt 1:1 übernehmen und die zur Verfügung gestellten Materialien nützen – von Arbeitsunterlagen, Projektbeschreibungen bis zu Presseaussendungen oder Ansuchen um behördliche Bewilligungen.

Die CR – ein Projekt von Social Impact[1] – sind in ihrem Bestand über die nächsten 2 Jahre abgesichert. Öffentlichkeitsarbeit, Bewerbung und redaktionelle Betreuung wird von Social Impact gestellt, jede Mitwirkung ist herzlich willkommen.

Technisch basiert die Website auf dem Media-Wiki – das grafische Erscheinungsbild unterstreicht bewusst diese Parallelität.

Mehr Infos zu CR http://www.commonresources.net

Das Bild der Anderen
Aus CR
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Projekturheberin
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Name: Frauentreffpunkt Rohrbach
Ort: Rohrbach
Website: http://www.frauentreff-rohrbach.at
Der Verein besteht seit 15 Jahren und hat im Laufe der Jahre neben seiner Haupttätigkeit als Kommunikations- Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen allein oder in Kooperation mit regionalen oder überregionalen Institutionen die unterschiedlichsten sozio-kulturellen Projekte durchgeführt.
Projektstatus: in progress

Unser Projekt Das Bild der Anderen ist im Rahmen des Festivals der Regionen 2005[1]entstanden und hatte eine Wiederannäherung, das Kennenlernen und die Intensivierung der Kommunikation zwischen den Nachbarlnnen zum Ziel. Es handelte sich dabei um Frauen aus den Regionen Südböhmen in Tschechien und dem Mühlviertel in Österreich.

Mit 30 Frauen – je die Hälfte aus einem der beiden Länder – wurden Tiefeninterviews geführt, in denen sie zu zentralen Lebensbereichen wie Familie, Beruf, Religion, Freizeit, Kultur, Gesundheit, usw. befragt wurden.

Nach der Beantwortung jeder einzelnen Frage wurde weiter gefragt: „Was glauben Sie, wie ist das bei den Anderen?“. So entstanden die „Bilder von den Anderen“, so wie sie in den Köpfen der Frauen existierten.

Inhaltsverzeichnis
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* 1 Projektbeschreibung
o 1.1 Ziele
o 1.2 Inhaltliche Themen
o 1.3 Methoden und Arbeitsweise
+ 1.3.1 Bilder suchen
+ 1.3.2 Bilder tauschen
+ 1.3.3 Bilder machen
+ 1.3.4 Bilder zeigen
o 1.4 KooperationspartnerInnen
o 1.5 Tschechische PartnerInnen
* 2 Organisationsstruktur
o 2.1 Mitwirkende und MitarbeiterInnen
o 2.2 Projektdauer
o 2.3 Finanzrahmen
o 2.4 FördergeberInnen
* 3 Arbeitsunterlagen
* 4 Evaluation / Nachhaltigkeit
o 4.1 Ziele der Veröffentlichung
* 5 Literatur und Links zum Thema
* 6 Links zu verwandten/ähnlichen Projekten

Projektbeschreibung

„Das Bild der Anderen“ – Frauen schauen über die Grenze fand im Rahmen des Festivals der Regionen 2005[2] in den Regionen Mühlviertel und Südböhmen statt.

Als Nachbarinnen wohnten Frauen aus dem Mühlviertel und aus Südböhmen sozusagen Tür an Tür. Diese räumliche Nähe war aber lange Zeit kein Grund sich auch nachbarschaftlich nahe zu sein und miteinander in Verbindung zu stehen. Die besonders dichte und undurchdringliche Grenze – der sogenannte eiserne Vorhang – und auch die unterschiedliche geschichtliche Entwicklung, die Unterschiedlichkeit in Sprache, Kultur und Lebensweise haben diese Entfremdung der Nachbarinnen verursacht.

Dass die jeweils „Andere“ durch diese absolute und strikte Getrenntheit in irrationalen, von Unwissenheit genährten, kaum der Realität entsprechenden Bildern gesehen wurde, durfte als normal bezeichnet werden, war in „Ordnung“ und wohl auch kaum anders möglich, da der Informationsfluss ja zensuriert, verzerrt oder ganz gestoppt war.
Ziele

* Unser Projekt „Das Bild der Anderen“ hatte die Wiederannäherung, das Kennenlernen und die Intensivierung der Kommunikation zwischen den Nachbarlnnen zum Ziel.
* Dazu sollte mit einer Anzahl von Frauen aus Tschechien und aus dem Mühlviertel ein tiefgehender Austausch, bzw. eine Form der offenen Kommunikation angeregt werden.
* Die Bilder, die Bilder der jeweils „Anderen“ sollten erforscht, erfragt, geoffenbart, auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht und im besten Fall richtig gestellt werden.
* Vorurteile und Falschannahmen konnten so als solche erkannt und aufgegeben werden. Ängste wurden abgebaut, Freundschaften geknüpft oder Zusammenarbeiten begonnen.
* Menschen, die nur ihre jeweiligen Bilder voneinander, aber sich nicht wirklich als Menschen kannten, traten in realen und lebendigen Dialog miteinander.
* Um die Bereitschaft zum Austausch und zum gegenseitigen Kennenlernen zu unterstützen war es auch Ziel des Projektes nicht nur die „falschen“ Bilder zu thematisieren, sondern auch Gleichheiten oder Ähnlichkeiten herauszufinden.
* Die erkannten Gemeinsamkeiten verbanden und zeigten vorhandene Übereinstimmungen und Verwandtschaften.

Inhaltliche Themen

Folgende Fragen bezüglich der Gegebenheiten in den Frauenleben in Südböhmen und im Mühlviertel sollten sowohl in allen geplanten Schritten (den Interviews, den 2 Tagestreffen und in der künstlerischen Umsetzung anlässlich des FdR. im Juni 2005) das Thema sein.

* Berufstätigkeit, Verdienst und Lebensstandard
* Kindererziehung und private oder staatliche Unterstützung
* Die Rolle der Frau in Familie, Partnerschaft und Gesellschaft
* Religion und Spiritualtät
* Altagsleben wie Einkaufen, Mobilität, Freizeitgestaltung, kulturelle Interessen und Angebote oder Feste und Feiern ..

Methoden und Arbeitsweise
Bilder suchen

Mit einem für diesen Zweck erstellten Interview-Leitfaden (jeweils in deutscher und in tschechischer Version) wurden Frauen aus dem Mühlviertel und aus Südböhmen interviewt. Unterschiedliche Herkunft (Stadt, Land, Bildungsstand) und unterschiedliches Alter wurde berücksichtigt (ca. 15 tschechische und 15 österreichische Frauen).

Durch diese Gespräche sollten die oft unbewussten und manchmal bewussten „Bilder der Anderen“ sichtbar gemacht werden. Die Tonbandmitschnitte wurden transkripiert und in die jeweils andere Sprache übersetzt. Dieses gesammelte Material war Basis für die weitere Arbeit.
Bilder tauschen

Zwei Tagesfahrten (Exkursionen) in das jeweils andere Land wurden durchgeführt. Vorrangig beteilugt awaren kjene Frauen die auch schon an den Interviews mitgewirkt haben – aber auch einige andere am Projekt interessierte.

Das Tagesprogramm der Reisen bestand aus:

* Fahrt nach Südböhmen/ins Mühlviertel
* Zusammentreffen und Vorstellen der „Anderen“
* Präsentieren der Befragungsergebnisse aus den Interviews
* Plenums- und Gruppendiskussionen, sowie angeleiteter Gruppenprozess *
* Besichtigungsprogramm in den Alltag der „Anderen“ (Kindergärten, Kaufhäuser, Wohnungen,…)
* Gemeinsames Essen und Abschluss
* Heimfahrt

Mittels kreativer Techniken und Moderationsmethoden werden die Zusammenkünfte behutsam angeleitet und begleitet.
Bilder machen

Es wurden an die 60 bis 100 Fotos von Frauen und Männern, Kindern, Häusern, Möbeln, Wohnungen, Gebrauchsgegenständen eingesammelt. Sie stammten allesamt aus den Fotoalben der Frauen, die sich am Projekt beteiligt haben.

Jeweils die selben Sujets von „hüben und drüben“ wurden gesucht. Anhand der Fotos konnte z.B. die von vorneherein angenommene „Andersartigkeit“ ad absurdum geführt werden. Und es konnten Einblicke in Bereiche, wie Alltagsleben und Privates, (welche in bisherigen Projekten kaum thematisiert wurden) erlangt werden.

Tatsächliche Unterschiede jedoch wurden ebenso sichtbar und diese Vielfalt konnte sehr gut als „Fülle“ statt als trennend erlebt und geschätzt werden.
Bilder zeigen

60 s/w Fotos aus den familienalben der Teilnehmerinnen (30 aus Tschechien/30 aus Österreich) immer zwei vom selben Sujet – wurden ohne Text oder Beschreibung jeweils nebeneinander gehängt.

Die BesucherInnen waren aufgefordert zu schätzen oder zu raten, welches Bild (z.B. eine Küche, eine Familie in der Freizeit, Frauen im Urlaub, Häuser, etc.) aus Österreich, welches aus tschechien stmmt. Am Ende hörte man viele BeuchwrInnen erstant feststellen, dass sie sich „völlig vertan“ hätten oder sich fragten „wieso habe ich eigentlich angenommen dass das andere aus Tschechien stammt?“ usw. Somit ergab der Beuch der Ausstelung eine gute Möglcihkeit die eigenen mitgebrachten Bilder oder Klischees und Vorurteile zu hinterfragen.

Die Austellung wurde während des Festivals der Regionen 2005 im August im Frauentreff Rohrbach von ca. 400 Menschen besucht. 5 Monate später wurde sie noch für einen Monat in Budweis gezeigt.

Alle gezeigten Fotografien befinden sich auch in einer Dokumentation, von welcher es noch einige Restexemplare im Frauentreff Rohrbach gegen den Ersatz der Portokosten oder eine kleine Spende zu beziehen gibt.
KooperationspartnerInnen

* arge region kultur (Österreichischer Bildungs- und Kulturverein)[3]
* VEROM (Verein für eigenständigen Regionalentwicklung Oberes Mühlviertel)
* Treffpunkt Arbeit und Kirche in Rohrbach (ehemals Betriebsseelsorge)
* KFB (Kath. Frauenbewegung)[4]
* ÖBV. (Österreichische Bergbäuerinnenvereinigung)[5]

Tschechische PartnerInnen

* Pansofie – o.p.s. Kultur- und Bildunsgzentrum, Cesky Budejovice

Organisationsstruktur

ProjekträgerIn war der Frauentreff Rohrbach – Interessensverband Frauenkultur[6].

Projektleitung:

* Mag.a Elfie Hackl-Ceran
* DI. Blanka Scharinger

Mitwirkende und MitarbeiterInnen

* 1 Projektleiterin, auch Grafikerin, Moderatorin und Reisebegleiterin
* 1 Sekretärin
* 2 Honorarkräfte für die Interviews
* 4 Übersetzerinnen bzw. Dolmetscherinnen

Projektdauer

Juli 2004 bis September 2005
Finanzrahmen

Gesamtbudget, Gliederung des Budgets in einzelne Posten, Herkunft der Gelder (Förderungen, Spenden, Eigenmittel, Eintrittsgelder, Kursgebühr, Sponsoring, Inserate, …..)
FördergeberInnen

Zum größten Teil wurde das Projekt vom Festival der Regionen[7] finanziert. Einen kleinen Beitrag zur Erstellung der Dokumentationsbroschüre erhielten wir von der EUREGIO. Förderung in Form bezahlter Arbeitsstunden kamen dann zusätzlich vom Frauentreff Rohrbach und der arge region kultur[8].
Arbeitsunterlagen

hier werden die Download-Dokumente angeboten – Ansuchen um behördliche Bewilligungen, Presseaussendungen, Handzettel, Förderanträge, Arbeitsergebnisse, Flyer, Projektendberichte, Druckdateien, Protokollvorlagen, Kostenplan, Werbematerialien, etc.
Evaluation / Nachhaltigkeit

Ein aus Geldmangel nicht vollendetes „Ziel“ des Projektes war die Buchveröffentlichung „DAS BILD DER ANDEREN“.

Die 30 Interviews wurden in den Monaten September 2004 bis April 2005 mit Hilfe von Tonbandmitschnitten geführt, transkribiert und in die jeweils andere Sprache übersetzt. Dieses gesammelte zweisprachige Material (etwa 450 Seiten Lebenserzählungen) war Basis für die weitere Arbeit am Projekt und ist nun Basis für das geplante Buch. „Das Bild der Anderen“.
Ziele der Veröffentlichung

* Die Lebensgeschichten haben hohe Dichte, sind exemplarisch für das Selbstverständnis – einerseits als „Frau“ in der ehemaligen kommunistischen Tschechoslowakei – andererseits für das Leben als katholisch sozialisierte Frau im Mühlviertel.
* Sie wecken Interesse an der jeweils anderen Kultur.
* Die Geschichten erweitern das Verständnis der sozio-kulturellen Gegebenheiten im anderen Land und fördern Toleranz für das „Anders- oder Fremd-Sein“. Vorurteile werden abgebaut, Wertschätzung und Respekt wird gefördert.
* Die Geschichten spiegeln die Komplexität und Vielfalt von Lebensentwürfen von Frauen und zeigen wie unterschiedlich Schicksalsschläge, Umbrüche und Schwierigkeiten bewältigt werden können.
* Nachdem es ein zweisprachiges Buch ist, kannn es zu Sprachlernprojekten verwendet werden und die Zweisprachigkeit fördern.

Das zweisprachige Material vom Projekt „Das Bild der Anderen“ ist vorhanden und es steht uns auch mit der Zustimmung der beteiligten Frauen für eine Veröffentlichung zur Verfügung.

Hier abschließend noch ein Auszug aus den Interviews, als Veranschaulichung der Lebendigkeit und Authentizität der Erzählungen (entnoommen aus der 40seitigen Projekt-Dokumentation:

„Wie sind Sie auf die Idee gekommen, zu Hause in der Badewanne das Kind zur Welt zu bringen?“ „Ich glaube, es ist mir in dem Moment eingefallen, als ich selbst im Krankenhaus geboren wurde und da habe ich mir gesagt: „Hierher komme ich nie wieder.“ Ich habe mir immer vorgestellt, dass mein Kind nicht im Krankenhaus zur Welt kommen würde. Die Geburt betrachte ich als ein normales, natürliches, selbstverständliches Ereignis, genauso wie den Tod. Es hat mir sehr gefallen, dass in der Wohnung, wo meine Tochter geboren wurde, vor ein paar Jahren mein Opa gestorben ist. Er ist zu Hause gestorben. Nicht im Krankenhaus. Und mir hat es gefallen, dass sich der Lebenskreis mit seinem Anfang und Ende geschlossen hat. Ich habe das Gefühl, dass wir uns vor dem Geborenwerden und dem Sterben fürchten, so tabuisieren wir es. Irgendwohin, dass man es nicht sieht, am besten hinter eine Wand. Kommen Sie auf die Welt hinter einer Wand… Sterben Sie hinter einer Wand … Nerven Sie uns nicht damit!

Und mir hat es gefallen, dass der normale Lebenskreis so bei uns wieder fortgesetzt worden ist. Eines Tages ist dort Opa gestorben, eines Tages ist dort ein Baby zur Welt gekommen…“

Südböhmen, 38 Jahre, Programmiererin und „Dula“ (dula aus dem engl. „eine Mutter für die Mutter“), 2 Kinder, eine 2-jährige Tochter, einen Ziehsohn mit 15.
Literatur und Links zum Thema

falls vorhanden Buchertipps, Websites, Zeitungsartikel, Webjournale, Websites, Fotogalerien
Links zu verwandten/ähnlichen Projekten

Der Sperrmüll bleibt frei!Teil II

KOD und Ordnungsamt, Hände weg von unserem Sperrmüll

29. November 2006 Wuppertal-Ölberg

Internationales Straßenfest der Prekären ÖlbergerInnen Brunnenstraße Spielplatz ab 18:00 Uhr

Seit geraumer Zeit verfolgt das Wuppertaler Ordnungsamt mit seinen verkleideten und schlecht bezahlten Hilfssheriffs vom Kommunalen Ordnungsdienst KOD einen repressiven Kurs gegen Sperrmüll-sammlerInnen aus dem In- und Ausland.
Statt froh zu sein, das sich Touristen aus Barmen, Amerika und aus der Ukraine sich für unsere Sperrgüter interessieren, werden sie frecherweise kriminalisiert. Bußgelder für Gartenzwerge und Stofftiere, die unerlaubt vom Sperrmüll geholt werden, sind nur Spitze der Unverschämtheit. Sogar Parkkrallen werden gegen diejenigen eingesetzt, die das Sofa nicht von Beyenburg nach Elberfeld tragen können.

Die örtliche Monopolzeitung spielt dabei auch noch die rassistische Karte aus. Zur Hatz freigegeben ist der „gewerbliche Mülltourist aus dem Osten“ mit seinem Dieselfahrzeug, das nicht mal ein Russpartikelkatalysator hat. Die Hetze ist unsäglich, die Menschen, die im deutschen Wohlstandsmüll stöbern und davon ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen, werden als „Müllflederer“ diffamiert. Besonders unverschämt ist es, die einheimischen SperrmüllfreundInnen gegen die Weitgereisten auszuspielen.

Sie wagen es, in Zeiten von Hartz IV, in Zeiten von Zwangsumzügen, Ein Euro Zwangsdiensten und Sozialsamtsschnüfflern den freien Zugang zu Sperrmüll zu begrenzen. Das Ordnungsamt, das schon länger durch seine Beteiligung an Razzien gegen Papierlose und SchwarzarbeiterInnen, ungünstig aufgefallen ist, laden wir in die Elberfelder Nordstadt ein, den Sperrmüll zu bewachen. Sie werden an diesem Mittwoch keine Zeit haben sich an Razzien und Abschiebungen zu beteiligen, sie müssen sehr flink sein, um alle Gartenzwerge, Sofas und Computer zu bewachen…

Wir werden an diesem Mittwochabend ganz offensiv unseren Anspruch auf freie Verteilung von sperrigen Gebrauchsgütern in der Elberfelder Nordstadt durchsetzen. Wir werden unseren Sperrmüll gegen die Müllschnüffler vom Ordnungsamt verteidigen und wir werden uns große Mühe machen, die Sperrmüllgeschenke ansprechend auf der Straße zu präsentieren. Unsere Festmeile beginnt in der Brunnenstraße. Wir reichen günstigen Glühwein. Es wird gegrillt und Musik gemacht. Eine Ausdehnung in alle Straßen ist ausdrücklich erwünscht!

Wir rufen alle AnwohnerInnen auf, gemeinsam mit uns das Fest zu Ehren der St. Prekaria, der Schutzheiligen der SperrmüllfreundInnen und Prekarisierten zu feiern. !!

Im Anschluss an die Sperrmüllfete werden wir zu Ehren der Schutzheiligen St. Prekaria mit dem erbeuteten Sperrgut einen Umzug gegen Hartz IV und für ein würdiges Leben machen. Die Prozession wird ganz feierlich und ungeniert durch die Nordstadt gehen.

- Drapiert eure Sperrgüter, präsentiert eure Alt Kleider im Kleiderschrank

- Keine Kriminalisierung von Gartenzwergen, MülltouristInnen und – Dieselfahrzeugen aus dem In- und Ausland !

- Mit Grillgut, Musik und schnellen Dieselfahrzeugen gegen den Kommunalen Ordnungsdienst KOD !

- Alles für alle und zwar umsonst!!!

- KOD verpisst euch!!

Freundeskreis Zuckerfritz, Mina Knallenfalls und Husch-Husch
Der Ölberg stellt sich quer! Sektion „Abgehängtes Prekariat“

http://www.sanktprekarius.tk

Sperrmüll

Der Sperrmüll bleibt frei!
KOD und Ordnungsamt, Hände weg von unserem Sperrmüll 

15.September Wuppertal-Ölberg
Internationales Straßenfest zu Ehren der St. Prekaria
auf dem Ölberg Brunnenstraße ab 18:00 Uhr

Seit geraumer Zeit verfolgt das Wuppertaler Ordnungsamt mit seinen verkleideten und schlecht bezahlten Hilfssheriffs vom Kommunalen Ordnungsdienst KOD einen repressiven Kurs gegen SperrmüllsammlerInnen aus dem In- und Ausland. Statt froh zu sein, das sich Touristen aus Barmen, Amerika und aus der Ukraine sich für unsere Sperrgüter interessieren, werden sie frecherweise kriminalisiert. Bußgelder für Gartenzwerge und Stofftiere, die unerlaubt vom Sperrmüll geholt werden, sind nur Spitze der Unverschämtheit. Sogar Parkkrallen werden gegen diejenigen eingesetzt, die das Sofa nicht von Beyenburg nach Elberfeld tragen können.

Die örtliche Monopolzeitung spielt dabei auch noch die rassistische Karte aus. Zur Hatz freigegeben ist der „gewerbliche Mülltourist aus dem Osten“ mit seinen Dieselfahrzeug, das nicht mal ein Russpartikelkatalysator hat. Die Hetze ist unsäglich, die Menschen, die im deutschen Wohlstandsmüll stöbern und davon ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen, werden als „Müllflederer“ diffamiert. Besonders unverschämt ist es, die einheimischen SperrmüllfreundInnen gegen die Weitgereisten auszuspielen.

Sie wagen es, in Zeiten von Hartz IV, in Zeiten von Zwangsumzügen, Ein Euro Zwangsdiensten und Sozialsamtsschnüfflern den freien Zugang zu Sperrmüll zu begrenzen. Das Ordnungsamt, dass schon länger durch seine Beteiligung an Razzien gegen Papierlose und SchwarzarbeiterInnen, ungünstig aufgefallen ist, laden wir in die Elberfelder Nordstadt ein, den Sperrmüll zu bewachen. Sie werden an diesem Donnerstag keine Zeit haben sich an Razzien und Abschiebungen zu beteiligen, sie müssen sehr flink sein, um alle Gartenzwerge, Sofas und Computer zu bewachen…

Wir werden an diesem Donnerstagabend ganz offensiv unseren Anspruch auf freie Verteilung von sperrigen Gebrauchsgütern in der Elberfelder Nordstadt durchsetzen. Wir werden unseren Sperrmüll gegen die Müllschnüffler vom Ordnungsamt verteidigen und wir werden uns große Mühe machen, die Sperrmüllgeschenke ansprechend auf der Straße zu präsentieren. Unsere Festmeile beginnt in der Brunnenstraße. Es wird gegrillt und Musik gemacht. Eine Ausdehnung in alle Straßen ist ausdrücklich erwünscht!
Drapiert eure Sperrgüter, präsentiert eure Alt Kleider im Kleiderschrank

Wir rufen alle AnwohnerInnen auf, gemeinsam mit uns das Fest zu Ehren der St. Prekaria, der Schutzheiligen der SperrmüllfreundInnen und Prekarisierten zu feiern. !!

Im Anschluss an die Sperrmüllfete werden wir zu Ehren der Schutzheiligen St. Prekaria einen Umzug gegen Hartz IV und für ein würdiges Leben machen. Die Prozession wird ganz feierlich und ungeniert zum Sperrmüll der Wohlhabenden gehen.

 Keine Kriminalisierung von Gartenzwergen, MülltouristInnen und Dieselfahrzeugen aus dem In- und Ausland !

 Mit Grillgut, Musik und schnellen Dieselfahrzeugen gegen den Kommunalen Ordnungsdienst KOD !

Alles für alle und zwar umsonst!!!
KOD verpisst euch!!

Freundeskreis Zuckerfritz, Mina Knallenfalls und Husch-Husch

http://www.sanktprekarius.tk

Ein Zwerg vom Sperrmüll für 225 Euro

Der Kommunale Ordnungsdienst sieht klare Erfolge gegen Müll-Touristen. Bei der AWG mehren sich die allerdings die Beschwerden.

Wuppertal. Es ging um einen Gartenzwerg, ein Paar Schaufeln für die Sandkiste und eine Handvoll Spielzeugautos. Die hatte Familienvater Christian B. auf einem Sperrmüllhaufen auf der Beyenburger Straße entdeckt. Der Haken daran: Das Kinderspielzeug lag beim Sperrmüll. Und der steht in Wuppertal unter Beobachtung.

Das bekam Christian B. bei seinem Ausflug nach Beyenburg zu spüren. Zwei Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) sprachen den Sucher an. Der war sich keiner Schuld bewusst. Es war doch nur Spielzeug. Doch die städtische Abfallordnung lässt wenig Spielraum. Das Ende vom Lied: ein Bußgeldbescheid über 225,60 Euro.
Christian B. ist entsetzt. „Das kann doch wohl nicht sein.“ Doch Carsten Vorsich vom Ordnungsamt verteidigt die harte Linie: „Wir sind an die Vorschriften gebunden. Unsere Vorgaben sind eindeutig.“ Kein Pardon mehr in Sachen Sperrmüll für den Otto-Normal-Verbraucher im Tal?

Zur Erinnerung: Mit der Umstellung vom so genannten Kartensystem – die individuelle Sperrmüllbestellung eines jeden Haushaltes auf den Sperrmüllkalender – setzte eine regelrechte Invasion von Müll-Touristen, vornehmlich aus Osteuropa ein. Per Kleintransportern durchforsteten die zum Teil wenig zimperlichen Müll-Trupps die Wohnquartiere. Ergebnis: Zerschnittene Müllsäcke samt auf der Straße und Bürgersteigen verstreutem Inhalt, demolierte Kühlschränke, genervte Anwohner, die sich zum Teil mitten in der Nacht wir auf der Verladerampe im Güterbahnhof fühlten.
Der KOD sollte es richten. Die Schreckensinstrumente dafür: hohe Geldbußen für die offensichtlich gewerbsmäßig arbeitenden Müll-Fledderer. 106 Fälle hat das Ordnungsamt im vergangenen Jahr gezählt. Bis zu 500 Euro betragen die verhängten Ordnungsgelder. Die KOD-Leute geben kein Pardon mehr.
Die Müll-Sucher müssen gleich vor Ort zahlen. Weil sie das nicht immer können, legt die Stadt die Hand auf den eingesetzten Wagen.

Zwischenzeitlich waren deshalb städtische Parkkrallen in Gebrauch. Davon ist der KOD wieder etwas abgerückt. Die professionellen Sperrmüll-Sucher ließen sich nicht so ohne weiteres an die Kette legen. Wie die WZ erfuhr, sollen diverse Besatzungen die städtische Kralle in einer Nacht- und Nebelaktion wieder abmontiert haben. Vorsich nimmt`s gelassen: „Keine Ahnung wie die das hingekriegt haben.“ Mittlerweile sei man dazu übergegangen, zahlungsunfähige Müll-Sünder mit Polizei und KOD-Einsatzwagen zu einem städtischen Parkplatz zu eskortieren. Den Wagen gibt`s erst gegen Bares zurück. Das Ergebnis kann sich laut Carsten Vorsich sehen lassen. Seine Einschätzung: „Wir haben die gewerblichen Müll-Fledderer verdrängt.“

Und der nicht-gewerbliche Otto-Normal-Schnäppchen-Sucher? Vorsich verweist auf seine Vorgaben. Bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG), die quasi die Hoheit über den Wuppertaler Sperrmüll hat häufen sich die Beschwerden über die harte Linie des KOD. Der Gartenzwerg-Fall aus Beyenburg einer von vielen? AWG-Sprecherin Ursel Simon: „Ich würde mich über mehr Fingerspitzengefühl des KOD freuen.“
Im Fall des Christian B. ist da wohl nicht mehr viel zu machen. Natürlich gebe es vor Ort einen gewissen Ermessensspielraum. Das komme immer auf die Einsicht und Kooperationsbereitschaft der Bürger an. Und natürlich gibt es noch den Weg vors Amtsgericht. Dort hat laut Ordnungsamt allerdings noch kein Beschwerdeführer gesiegt. Vorsich: „Vor Gericht haben wir eine Quote von 100 Prozent.“
• www.awg.wuppertal.de
Westdeutsche Zeitung 03.08.05




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