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Möllemann abstürzen lassen…

Möllemann abstürzen lassen mit genauen Landeterminen
Autonome AntifaschistInnen 06.06.2002 11:22
Möllemann abstürzen lassen!
Kein Landerecht für Antisemiten und Rechtspopulisten in Wuppertal/ Solingen und anderswo Wir rufen dazu auf, die für Samstag den 8.Juni in Wuppertal angekündigte Fallschirm-Landung von Möllemann zu verhindern!!
Möllemann will am Samstag um 17.00 Uhr aus einem Flugzeug über Solingen Gräfrath (Stadtgrenze Wuppertal) abspringen, am sogenannten Lichtturm landen und eine Rede schwingen. Eingeladen ist er als Redner auf der Jahreshauptveranstaltung der Wuppertaler Firma Raumfabrik zum Thema ,,Düstere Aussichten“ im Handwerk. Wir rufen unter dem Motto ,,Düstere Zeiten für Antisemiten zur demonstrativen Verhinderung der Veranstaltung auf. Treffpunkt 16.45 vor dem Lichtturm in Solingen Gräfrath.

Wir fordern die Raumfabrik Gmbh als Veranstalter dringend auf, Möllemann wieder auszuladen.!

Infos über infoladenwuppertal@gmx.de

Treffen 7.6. um 20.00 Uhr im Autonomen Zentrum Wuppertal Markomannenstrasse

Stadtrundgang 2003

Gegen Kriminalisierung
Wuppertal stellt sich quer 05.07.2003 22:24
AUFRUF ZUR DEMONSTRATION AM 19.07.2003 UM 12UHR AM DÖPPERSBERG
in Wuppertal
Gegen Kriminalisierung von antifaschistischem Widerstand

anschließend antifaschistischer Stadtrundgang (Wassersportgeräte, Handtücher, Strohhüte werden praktisch sein!!) Ab 20Uhr Blunaa-Konzert im Autonomen Zentrum!
…ZUR VORGESCHICHTE Am 11. Januar diesen Jahres meldete der Nazi-Kader Christian Worch einen seiner Aufmärsche in Wuppertal-Oberbarmen an. Allein in den letzten 10 Monaten wurden mehrer Aufmärsche bzw. Kundgebungen von führenden Nazi-Kadern wie Timo Pradel aus Iserlohn und Sascha Guderian angemeldet. Über 500 AntifaschistInnen folgten an diesem Tag dem Aufruf des Bündnisses „Wuppertal stellt sich quer“ und stellten sich den Nazis entgegen. Es folgte ein gewalttätiger und unkoordinierter des Bundesgrenzschutz (BGS) mit Schlägen und Tritten bei dem es auch zum Einsatz von Polizeihunden kam. Dabei wurden die Demonstrantinnen auf unverantwortliche Weise gefährdet, da sie teilweise von den Einsatzkräften auf die Gleise gestoßen wurden. 69 standhafte AntifaschistInnen wurden schlussendlich geräumt, „abgearbeitet“ und bis zu elf Stunden in Gewahrsam genommen. Unter Gewaltandrohungen wurden Fingerabdrücke, Fotos und Personalien aufgenommen. Einer ausländischen Antifaschistin wurde vom schon mehrmals als Rassist aufgefallenen Staatsschützer Woizek unmissverständlich klar gemacht, dass [Zitat] „sie die deutsche Staatsbürgerschaft vergessen kann“.
KRIMINALISIERUNG
Doch dem nicht genug! Die Staatsanwaltschaft Wuppertal erdreistete sich allen 69 Festgenommenen Strafbefehle über 300,- € zukommen zu lassen. Ihnen wird lächerlicherweise vorgeworfen gegen §21 Versammlungsgesetz (Sprengung einer Versammlung) verstoßen zu haben. Der § 21 wurde in der Weimarer Republik geschaffen, und wurde fleißig angewandt, um den Widerstand gegen die NSDAP zu kriminalisieren und lautet: „Wer in der Absicht nicht verbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Eine grobe Störung – wie sie den 69 DemonstrantInnen vorgeworfen wird – wird vom Gesetzgeber wie folgt definiert: ständiges unbegründetes Applaudieren, das Werfen von Rauch- oder Stinkbomben, sowie das Spielen lassen von Radiogeräten. Fast alle der 69 AntifaschistInnen legten gegen ihren Strafbefehl Widerspruch ein. Bei der darauf folgenden Prozesslawine erhöhte das Wuppertaler Amtsgericht – nach Ankündigung – die Bußgelder von 30 auf 35 Tagessätze, obwohl die Rechtslage mehr als uneindeutig ist und die Wuppertaler Staatsanwaltschaft den Angeklagten de facto keine „grobe Störung“ nachweisen kann. Falls die Staatsanwaltschaft mit dieser Kriminalisierungstaktik durchkommt, wird es ihr in Zukunft möglich sein jede Form von Widerstand – ob antifaschistisch oder antirassistisch – im Keim zu ersticken. Nicht nur in Wuppertal! Selbst die bloße Mobilisierung zu Gegenveranstaltungen würde dann bedeuten, dass zu Straftaten aufgerufen wird. Die Fälle in Wuppertal sind also Präzedenzverfahren, um den antifaschistischen Widerstand zu kriminalisieren und bereits im Vorfeld aufzuhalten. Das letztendliche Ergebnis in diesen Prozessen ist offen und hängt vor allem vom politischen Druck ab. Es liegt im Interesse der linken Bewegung, dass der Vorstoß der Wuppertaler Staatsanwaltschaft gestoppt wird, damit §21 nicht als juristischer Gummiparagraph gegen alle zukünftige Aktionen anwendet werden kann.
Wir fordern:Freispruch für alle 69 AntifaschistInnen!
Schluss mit der Kriminalisierung von Widerstand!
Die Auflösung des reaktionären Staatsschutzes Wuppertal!
In diesem Sinne:Wandelt Wut und Trauer in Widerstand!Kein Vergeben, kein Vergessen!
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Nie wieder Faschismus!Wir werden uns nicht kriminalisieren lassen:
Raus auf die Straße zur antifaschistischen-antirassistischen Demonstration am 19.Juni 12Uhr in Wuppertal; Treffpunkt Döppersberg

anschließend antifaschistischer Stadtrundgang (Wassersportgeräte, Handtücher, Strohhüte werden praktisch sein!!) Ab 20Uhr Blunaa-Konzert im Autonomen Zentrum!

25.07. Prozess zum 11.1. vor dem Amtsgericht Wuppertal Raum S024 um 9 Uhr. Kommt zahlreich!

Agenturschluss Wuppertal 2005

Agenturschluss Wuppertal: Film + Fotos
Tante Elfriede selbst 03.01.2005 20:01 Themen: Soziale Kämpfe
++Tante Elfriede ++ der Abrissbagger ++ das Weihnachtsspezialkommando

Etwa 100-120 AktivistInnen haben sich um 8 Uhr vor dem Arbeitsamt in Wuppertal getroffen. Das Vorhaben, mit den Angestellten der Agentur eine Versammlung im Arbeitsamt abzuhalten wurde trotz längerer Rangeleien von privaten Sicherheitsbütteln und der Wuppertaler Einsatzhundertschaft verhindert.
Die Polizei ging erste nach zwei Stunden vollständiger Blockade (ihrerseits!) dazu über, den so genannten „KundInnen“ in begründeten Ausnahmefällen Zutritt zu gewähren. Neben zahlreichen Redebeiträgen, der Eröffnung der neuen Hartz IV Beschwerde- und Dokumentationsstelle, dem erfolgreichen Hissen der Agenturschlussflagge unmittelbar neben der Deutschlandfahne auf Halbmast, gelang es einigen wenigen ins A-Amt einzudringen und die dritte Etage kurzzeitig zu besetzen.

Eskaliert ist die Situation erst beim überraschenden Eintreffen eines Radladers, den die Polizei 10 Meter vor dem Seitenportal des A-Amts stoppte, die Baggerführerin festnahm und das Abrissgerät umstellte. Diese kleine Unachtsamkeit der Polizei nutzte eine achtköpfige Gruppe von Weihnachtsfrauen und –männern, die von der Ladefläche eines rasant vorgefahrenen LKW sprangen um mit einem massiven Absperrzaun das Hauptportal zu verschließen – Aufschrift: GESCHLOSSEN.

Um die Baggerführerin, der unsinnigerweise Nötigung vorgeworfen wird, wieder frei zu bekommen, belagerten die AgenturschließerInnen anschließend das Polizeipräsidium. Nach längerem Warten vor dem mit Transparenten behangenen Präsidium ging es dann mit einer Spontandemo in die Wuppertaler Innenstadt. Vor dem Rathaus wurde der Wuppertaler Agentur- und Polizeischluss gegen 13:30 Uhr fürs Erste beendet.
NIXSPAM.wuppertaler_sozialforum@yahoo.de http://www.w-forum.org
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Hallo wo ist der Film
Wo sind die Fotos 03.01.2005 – 20:34
Wo sind die Fotos + Wo ist der Film
schau mal hier…
die müde Tante 03.01.2005 – 23:57
http://de.indymedia.org/2005/01/103131.shtml
…oder besser hier:
die genervte Tante 04.01.2005 – 00:29
http://de.indymedia.org/2005/01/103137.shtml
Starke
Aktion 05.01.2005 – 14:08
Glückwunsch und Hut ab.
Radlader – bei euch kann man was lernen! Weiter so!

Grauer Blog ist wieder da

DER GRAUE BLOCK: EIN KLEINER SIEG
In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es im Wuppertaler Autonomen Zentrum (AZ) während eines Konzertes zu einer Razzia des Wuppertaler Ordnungsamtes, die vorgeblich aus Sorge um den Jugendschutz durchgeführt wurde.

Bei Gastronomie-Kontrollen, die mal der Lebensmittelüberwachung, mal einer Überprüfung der Arbeitsverhältnisse oder eben auch dem Jugendschutz dienen sollen, fordert das kommunale Ordnungsamt gerne polizeiliche Mittel zur Unterstützung an, sobald es um unübersichtlichere Szenegastronomie geht. Das Auftreten der Einsatzkräfte bei der Durchführung dieser Kontrollen lässt beim Beobachter jedoch zuoft den Eindruck entstehen, dass hier unter dem Deckmantel eines „Gesundheits-“ oder auch „Jugendschutzes“ eigentlich Ausländer- und Sicherheitsbehörden agieren – dass tatsächlich also das kommunale Ordnungsamt zur Amtshilfe gebeten wird, und nicht umgekehrt. Seine Rolle ist häufig, die Jagd auf illegal lebende Küchenhilfen und kleine Dazuverdiener mit triumphal erbeuteten Küchenresten möglichst öffentlichkeitswirksam zu kaschieren. Auf diese Weise kann notfalls eine – gelegentlich aufkommende – Solidarität gerade anwesender Gäste mit den überprüften Aushilfen durch eklige Berichte über skandalöse Funde auf dem Küchenboden konterkarriert werden – und hilft das nicht, stehen schliesslich noch immer die uniformierten Amtshelfer drohend in der Szene.

Reicht den Ordnungsamts-Kontrolleuren bei „normalen“ Kontrollbesuchen in der Regel jedoch die Anwesenheit von 8 – 10 Polizisten aus, so mussten es bei der „Jugendschutz-Kontrolle“ des AZ in der Freitagnacht 140 Bereitschaftspolizisten aus W-Tal, Bochum und Essen sein, zuzüglich diverser Feuerwehrleute und einiger Zollbeamter, die in dem selbstverwalteten Haus skurrilerweise angeblich nach Schwarzarbeitern suchten. Die Aktion endete mit der vorhersehbaren Räumung des AZ, der Ingewahrsamnahme von 5 Minderjährigen – (von ca. 150 Anwesenden) – einer sehr fadenscheinig begründeten Beschlagnahme von Notebooks, Getränkevorräten und des grossen Mischpults, sowie vielfältiger Beschädigung von Inventar.

Im zeitlichen Umfeld eines näherrückenden 1. Mai, einer europaweiten Mobilisierung gegen den bevorstehenden NATO-Gipfel in Strasbourg, aber auch eines im nächsten Jahr auslaufenden Nutzungsvertrages für das AZ – dessen blosse Existenz ein Hindernis für die neoliberale Vermarktung des ehemaligen Tankstellengeländes an der Gathe darstellt – lässt sich der skandalös anmutende Angriff von über einhundert Uniformierten auf ein schlichtes Konzert überhaupt nicht anders einschätzen, als dass er der Einschüchterung, der Kontrolle und einer Informationsgewinnung der Sicherheitsbehörden dienen sollte. Zumal selbst das Ordnungsamt via Monopolblatt am Montag verkündete, im AZ keine „unhaltbaren Zustände“ vorgefunden zu haben.

Die Vorgänge von Freitagnacht reihen sich ein in eine Serie von eskalierender staatlicher und städtischer Autorität, die selbstverwaltete Räume und damit potentielle Keimzellen beginnenden Widerstands im Visier hat.

Nachdem es bereits in der Nacht zu Samstag eine spontane Demonstration von ca. 80 Leuten gegen diese Repressionsstrategie in der Elberfelder Innenstadt gegeben hatte, fand am Montag hierzu eine weitere Kundgebung statt. Am ehemaligen „Brunnen“ in der Elberfelder Fussgängerzone, dort, wo vor einem Vierteljahrhundert noch regelmässig Demonstrationen, Punktreffen und viele Auseinandersetzungen stattfanden, und wo auch der Kampf um ein AZ für „das Haus e.V.“ ein Treibmittel für die jugendliche Rebellion der heute Vierzig- bis Fünfzigjährigen war, versammelten sich am frühen Montagabend etwa 250 Leute, um gegen das nächtliche Vorgehen des Ordnungsamtes und der Polizei zu protestieren. Ein Match auf historischem Geläuf, sozusagen.

Doch der innerstädtisch zentrale „Brunnen“ existiert schon lange nicht mehr. An seiner Stelle befindet sich mittlerweile der Eingangsbereich eines jener neoliberalen Projekte einer „Stadtentwicklung“, (die sogenannten „City-Arkaden“), die früher öffentliche Aktionsflächen immer mehr zu privatisierten urbanen Zonen machen, zu denen missliebige Personen, Konsumverweigerer und Randgruppen keinen Zutritt mehr haben.

In diesen sedierten Stadträumen, in denen Einzelhandelskonzerne Hausrecht ausüben und wo Stadtluft schon lange nicht mehr frei macht, kann organisierter Protest kaum legal stattfinden. Er muss sich – anders als vor 25 Jahren – somit an den Rändern des städtischen Alltags artikulieren, wodurch er weitestgehend aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit ferngehalten wird, und – bei Bedarf – auch ohne allzu grosse Aufmerksamkeit gezielt zerschlagen werden kann. Auch am Montag wurde in den Nebenstrassen der Fussgängerzone, rund um den Kauftempel, ein massloses Polizeiaufgebot bereitgehalten.

Doch nicht nur der Stadtraum hat sich verändert. Waren in den Achtzigern auch häufig Ältere „am Brunnen“ anzutreffen, die für die Dynamik und Stärke der damaligen „Jugendbewegung“ eine wichtige Rolle spielten, so lassen jene, die seinerzeit von der Solidarität profitierten, diese heute selbst vermissen. Anstatt sich zu zeigen, und damit zu demonstrieren, dass damals Erreichtes nicht kampflos hergeschenkt wird, nur weil man selber älter geworden ist, werden die zumeist Jugendlichen, die heute das damals erkämpfte Autonome Zentrum wieder verteidigen müssen, mit ihrem Protest weitgehend alleingelassen. Von einzelnen wenigen Ergrauten abgesehen, wurde durch Abwesenheit geglänzt. Was ist los? Zuviel zu verlieren, wie in einem Wortbeitrag durch einen der damals Aktiven vermutet wurde?

Dabei ist ein Ignorieren heutiger Auseinandersetzungen der Jungen durch eine ehemals kämpferische Generation nicht nur persönlich fragwürdig, es ist auch strategisch völlig daneben. Kommende gesellschaftliche Konflikte werden ebensowenig wie früher in Elternbeiräten, Interessenverbänden, Ausschüssen oder anderen Kungelrunden gewonnen werden können, sondern auf der Strasse. Gemeinsam oder gar nicht.

Dennoch war die Demonstration am Montagabend nach den gefühlten und tatsächlichen Rückschlägen der letzten Zeit ein erster kleiner Sieg. Die Kundgebung konnte diesmal nicht wegen fehlender Versammlungsleiter oder nicht erfolgter Anmeldung verhindert werden, was auch einer klugen Orts- und Zeitwahl zuzuschreiben ist, da vor den „City-Arkaden“ inzwischen seit Jahren jeden Montag um 1800 Uhr ein tapferes Häuflein angemeldet gegen die Hartz IV-Gesetze protestiert. (Ihnen wäre es zu wünschen, dass sich häufiger mehrere hundert Menschen durch dieses Angebot zur Demonstration animiert fühlen. Ein offenes Mikrophon wird bereitgehalten.)

Auch kam die grossartige Do-it-yourself-Handwagenbeschallung zum richtigen Zeitpunkt, um mit einem schlau vorbereiteten Infotrack die nachhauseeilenden Passanten über den unschönen Anlass des Protestes zu unterrichten, und um die triste Ein-Euro-Wüste, die die Shoppingmalls im öffentlichen Raum hinterlassen haben, musikalisch so zu verschönern, dass sich zwischenzeitlich bis zu 400 Leute dem spontanen Demonstrationszug quer durch die Elberfelder City anschlossen. Begleitet von Einsatzkräften, die immer mal wieder ihre Formationsfähigkeiten unter Beweis stellen mussten, erreichte die Menge gegen 2000 Uhr unbehelligt das Autonome Zentrum an der Gathe. Angesichts der enormen Friedfertigkeit des Ganzen, so blieben auf dem Weg liegende Banken, am Fahrbahnrand geparkte Porsches und andere umzingelte Luxuskarossen völlig unbeschädigt, muss das Aufgebot der Staatsmacht übrgens als paranoid bezeichnet werden.

Der Montagabend war eine – für lokale Verhältnisse – recht grosse, starke Demonstration dafür, dass noch was geht in der Stadt. Es war also ein Anfang. Auch, weil sich auf der Strecke dann doch noch ein paar „aus dem Action-Alter Hinausgewachsene“ fanden, die ein Stück mitgingen.

Um in den Auseinandersetzungen der Zukunft bestehen zu können, und um reale Angriffsfähigkeiten zurückzuerlangen, muss diese Basis jedoch strategisch vergrössert werden. Die nächste Gelegenheit dazu kommt spätestens in sechs Wochen am 1. Mai.

Wir erinnern an die jüdischen Mitschüler des WDG

Ausgegrenzt und vertrieben von den Nazis,
Nichts und niemand ist Vergessen 

Rudolf Ballheimer , geb. 27.9.1923, bis Oktober 1938 WDG, 1938 Flucht nach England

Stefan K.E. Bauer-Mengelberg, bis Nov. 1938 WDG, 1939 Emigration in die USA

Arnold Ostwald, geb. 30.11.1923, musste im Nov. 1938 das WDG verlassen, 1939 Jugendtransport nach England, Emigration 1940 USA

Wuppertal 60 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus,




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