Verhindern wir das Konzert von Sizzla!

Der U-Club in Wuppertal wird erneut zum Hort von homophober Musik. Am 28. November 2009 soll die einschlägig bekannte Sizzla aufspielen. Achtet auf Ankündigungen!!!

Vorläufiger Treffpunkt ist ab 19:00 Uhr vor dem U-Club

Hier ist schon mal ein vorläufiger Aufruf:

Keine Bühne für homophobe Künstler!

Am Samstag, dem 28. November soll erneut der bekannte Reggae-Musiker, religiöse Fanatiker und „Battyman-Killer“ Sizzla im Wuppertaler U-Club auftreten.

Es wurde in Deutschland mehrfach erfolgreich gegen Auftritte homophober Künstler aus der Reggae- und Dancehallszene protestiert. Doch der U-Club ließ sich bisher von solchen Protesten nicht beeindrucken und gab Reggaestars, die in ihren Liedern zu grausamen Morden an Homosexuellen aufrufen immer wieder eine Bühne. Künstler wie T.O.K, Capleton, Elephantman und Sizzla, deren Konzerte aufgrund ihrer homophoben und sexistischen Textinhalte und darauf bezogenen Proteste in anderen Städten durch die Veranstalter_innen abgesagt wurden, holte der U-Club mehrfach nach Wuppertal.
Der U-Club gilt als ein alternativer Raum, der gerade in Wuppertal viel Einfluss auf die Jugendkultur hat.

Auch wir haben in der Vergangenheit gegen Auftritte dieser Künstler und die Ignoranz des U-Clubs protestiert und versucht Konzertbesucher_innen auf die Problematik dieser Künstler hinzuweisen. Scheinbar erfolglos.
Der U-Club holt weiterhin homophobe Künstler auf seine Bühne und die Konzerte werden weiterhin von vielen besucht. Um Unruhe und Proteste zu verhindern, werden die Konzerttermine erst kurzfristig oder garnicht außerhalb des U-Clubs öffentlich gemacht.

Der U-Club hat nun erneut ein Konzert mit homophoben Musikern angekündigt. Am 28.11.2009 sollen Sizzla & Band dort auftreten.
Sizzla ist seit längerem bekannt dafür, dass er in seinen Texten zu Mord an Homosexuellen aufruft: „Lesbians and queers, I say death to them“, „Verbrennt die Männer, welche andere Männer von hinten reiten. Erschießt Perverse, meine große Pistole macht „bumm“.“
Homophobie ist in Jamaika allgegenwärtig und nicht nur ein Problem in der Musikszene. Zur Wehr setzen ist praktisch unmöglich, da Homosexualität unter Männern verboten und mit Haft bestraft wird. Außerdem ist die Gewalt auf der Insel extrem. Allein im vergangenen Jahr sind 1611 Morde in Jamaika passiert – bei 2.8 Millionen Einwohnern. Damit ist die Mordrate in Jamaika rund zehnmal höher als in den USA, welche ja bekanntlich auch nicht gerade die tiefste Kriminalitätsrate haben. Die Morde an schwulen Männern sind dabei im Vergleich nochmals um ein Vielfaches höher.
Erst im April 2007 unterzeichnete Sizzla, auf den öffentlichen Druck und die Stop the Murder Music Kampagne hin, die Selbstverpflichtung des „Reggae Compassionate Act“. In dem legte er sich auf Nächstenliebe, Respekt gegenüber Andersdenkenden und Verständnis aller Menschen als Grundlage für seine Arbeit fest. In Jamaika bestreitet er jedoch den „Reggae Compassionate Act“ unterschrieben zu haben und behält weiterhin schwulenfeindliche Titel im Repertoire. Zudem sagte er nach dem Summerjam Festival im Juli 2007 in Köln in einer Pressekonferenz: „Gründest du eine Familie, erweist du deiner Mutter Respekt. Gehst du zu anderen Männern, ziehst du ihr Ansehen in den Schmutz.“ – „Ein Mann muss sich entscheiden, ob er ein Stück Dreck sein will oder ein stolzer Mann.“
In einem Interview im Magazin Riddim äußert sich Sizzla wie folgt: „Es ist nun mal Realität: Wenn du keinen Sex mit einer Frau hast, werden keine Babys gezeugt. Damit es also ein für alle mal klar ist, (schreit) pump up her pum pum, don’t run from it! Das ist die Wahrheit, sonst würde es uns nicht geben. (Flüstert) Doch wir tun es hinter verschlossenen Türen, denn dieser Teil der Spiritualität ist eine private Angelegenheit. Ich sage lediglich auf eine amüsante Art, wie es ist und auch bleiben soll.“
Daran sieht man, dass bei Sizzla die Selbstverpflichtung des „Reggae Compassionate Act“ nicht zum Respekt gegenüber Homosexuellen beigetragen hat.

Somit fordern wir die U-Club Besitzer Tilmann Rudorff und Henning Schmalenbach auf, den Auftritt von Sizzla am 28.11. abzusagen und sich öffentlich dazu verpflichten, keine weiteren Konzerte und Festivals mit homophoben Künstlern zu veranstalten!

Homophoben Künstlern den Stecker ziehen!
Homophobie, Rassismus und Sexismus bekämpfen!

http://de.wikipedia.org/wiki/Sizzla

http://
http://


6 Antworten auf „Verhindern wir das Konzert von Sizzla!“


  1. 1 Administrator 15. November 2009 um 19:14 Uhr

    http://www.houseofreggae.de/news/1320-boykott-kampagne-u-club-dichtmachen.html

    Boykott-Kampagne: U-Club dichtmachen

    Deutschlands beliebtester Reggae-Club, ist in Gefahr. Eine neue Kampagne ruft zum Boykott auf und will den Veranstaltungsort in Wuppertal am liebsten dichtmachen. Der Grund: Im U-Club treten immer wieder Reggae- und Dancehall-Artists auf, die für schwulenfeindliche Texte bekannt sind.

    Buju Banton, Capleton, Sizzla – wenn diese Namen in der Konzertlandschaft auftauchen, heult bei vielen Aktivisten die Alarmanlage los. Kein Wunder, denn diese und andere Reggae-Artist haben wiederholt mit schwulen-/lesbenfeindlichen Texten auf sich aufmerksam gemacht. Bisher gingen die Aktivisten vor allem gegen die Artists selbst und die Konzert-Veranstalter vor.

    Jetzt gibt es erstmals eine Kampagne, die sich gegen einen Veranstaltungsort richtet. Unter uclubdichtmachen.blogsport.de versuchen die Initiatoren, den U-Club als Propadanda-Club für die homophobe Sache zu brandmarken. Das Beweismaterial sind sehr eindeutige Song-Zitate von Artist, die im U-Club aufgetreten sind, wie Buju Banton, Sizzla und Capleton. Außerdem wurden Auszüge aus Interviews mit Artists und dem Club-Eigentümer Tilmann Rudorff gesammelt.

    Wie ernst diese Kampagne gemeint ist, wird sich noch zeigen.

    Glaubwürdig

    * Natürlich sprechen die Blog-Betreiber auch viele Punkte an, die richtig sind:
    * Homophobie ist in jedem Land und in jeder Gesellschaft fehl am Platz.
    * Veranstalter und Fans dürfen sich nicht dahinter verstecken, dass sie die Texte der Artists nicht verstehen.
    * Schwulenfeindliche Äußerungen sollten nicht einfach als „metaphorisch“ abgetan werden, denn sie spiegeln trotz allem die Meinung der Artists wieder.
    * Der „Reggae Compassionate Act“ oder textliche Maulkörbe werden niemals die Einstellung der betreffenden Reggae-Artists ändern. Beides sichert nur Einnahmen in Europa.

    Fragwürdig

    * Die Blog-Betreiber nennen auf ihrer Website die vollen Namen der U-Club-Betreiber sowie die Adresse ihrer Firma. Gut, diese Informationen bekommst du auch unter www.u-club.de. Zusätzlich wird aber noch die Adresse einer Kneipe genannt, die angeblich den U-Club Betreibern gehört, in der aber wahrscheinlich noch kein Reggae-Artist ein Mikrofon in der Hand hatte.
    * Das Blog bietet bis auf eine E-Mail-Adresse kaum Kontaktdaten. Die Betreiber nutzen eine PGP-Verschlüsselung, um sich auszuweisen. Wer klar spricht, sollte auch klar sein Gesicht zeigen.
    * In dem Artikel „U-Club Boykottieren“ gibt es einen langen Absatz, in dem schwulenfeindliche Übergriffe außerhalb Jamaikas aufgelistet werden. Das steht in keinem Zusammenhang mit den eigentlichen Vorwürfen gegen den U-Club. Ich glaube nicht, dass im Iran, Irak, in Afghanistan, Israel oder der Türkei schwulenfeindliche Reggae-Artists auftreten beziehungsweise dort meinungsbildend sind.
    * Der Artikel „U-CLUB boykottieren“ endet wie folgt: „Jede_r der/_/die den U-Club durch seinen Konsum dort unterstützt, stellt sich auf die Seite derer, die Mord, Körperverletzung, Folter und Unterdrückung gutheißen oder im Rahmen ihres Gelderwerbs akzeptieren.“

    Mehr Infos:

    * uclubdichtmachen.blogsport.de

  2. 2 Administrator 15. November 2009 um 19:37 Uhr

    http://www.bigupmagazin.de/Reggae/reggaenews/proteste-gegen-u-club

    auch sehr schön…

    Proteste gegen U-Club
    Es geht schon wieder los. Diesmal in Form eines (lol) Blogs, der einen Aufruf zum U-Club Boykott startet. Anlass ist das anstehende Konzert von Sizzla. Blogger-Qualität darf man in dem Blog vergeblich suchen. Ein Auszug :
    /…/(Reggaeliebhaber) gelten, z.B. im Gegensatz zu Rap oder Punk als sehr friedvoll und nett.

    Also alle mal schön Angst bekommen vor den pösen Punkern, HipHoppern und ach ja natürlich den Hasstriaden der Reggae Künstler..

    Ansonsten nichts Neues von der „Homo“-Seite immer wieder die gleichen Floskeln, die die Realität ausblenden. Sinnige Ansätze lässt der Blogger vermissen, aber – wozu gibt es das www … da darf halt jeder alles sagen

    U-Club – stay strong

    P.s. den Link zum Blog zu suchen – kann man sich echt sparen..

    Witzigerweise ist in dem Blog kein Impressum angegeben, es dürfte sich also wohl um eine reine Hass-Handlung des Bloggers handeln.

  3. 3 BigUp Magazin 16. November 2009 um 0:10 Uhr

    EDIT:

    Es steigt übrigens eine Protest Party am 28.11. ab 19h vor dem U-Club
    Don`t be late and miss the date !

    EDIT2:

    E-Mail mit Beschwerden könnt Ihr Euch an unsere Mail adr schenken! (es nervt)
    Wir (Big Up! Magazin bzw Mitarbeiter/innen) sind werder homophob noch sonstwie engstirnig gegen die Gesinnung oder Freuden andere Menschen.

  4. 4 Klaus Kleber 18. November 2009 um 19:12 Uhr

    Gähn, hatten wir doch schonmal. Die Intoleranz der angeblich achso Toleranten oder was verköperst du Mina?

    Wir werden genauso dick feiern wie bei Capleton daran könnt ihr Schmalspurdemonstranten auch nix ändern, könnt ihr gerne draußen „Party“ machen. Seit euch aber sicher das ich meinen Kumpel über den Wolken um Schnee, Regen, Tennisballgroße Hagelklumpen, Gewitter und Orkane bitte :)

    Der U-Club wird noch lange leben daran ändert ihr so garnix!

  5. 5 aktionvelbert 21. November 2009 um 0:11 Uhr

    Moin zusammen,
    ist denn eine Flyerverteilung vor Ort angesetzt? Wenn ja, wir würden dabei helfen. Wir kommen mit 5 – 10 Leuten aus Velbert zum U-Club, sagt bescheid wenn es Bedarf gibt.
    Grüße aus der Nachbarstadt

  6. 6 Münte 21. November 2009 um 18:57 Uhr

    Hallo

    der U-Club hat „wegen der großen nachfrage“ für den Mittwoch ein Zusatzkonzert mit Sizzla angekündigt.

    wir werden am Wochenende übelrlegen, wir wir mit dieser neune Entwicklung umgehen wollen. viele Grüße ins Niederbergische

    Volker Beck fordert Einreiseverbot für Sizzla

    Sonntag, 22. November 2009 um 08:47 Uhr

    (PRIDE1.de/ml) Nach der PRIDE1-Berichterstattung über geplante Konzerte des Dancehall-Musikers Sizzla in Deutschland fordert Volker Beck (Bündnis90/DieGrünen) ein Einreiseverbot für den jamaikanischen Sänger. „Die Auftritte des Hasssängers Sizzla in der nächsten Woche müssen verhindert werden! Bundesinnenminister de Maizière soll die Einreise dieses Hasssängers verhindern!“, so Beck.

    Sizzla plant Konzerte in Berlin, München, Stuttgart und Wuppertal. „Er ruft in seinen Texten in Jamaika immer wieder zur Ermordung von Homosexuellen auf. In Jamaika kommt es häufig zur Ermordung von Schwulen und zu pogromartigen Verfolgungsjagden auf Schwule. Aufgestachelt werden die Täter von Sängern wie Sizzla oder Bounty Killer.“, so Volker Beck.

    2008 wurde der Sänger auf meine Initiative und Initiative des LSVD vom Bundesinnenministerium zur Nichteinreise im Schengen-Informationssystem ausgeschrieben. Daraufhin wurde seine Einreise nach Deutschland zunächst verhindert und spanische Behörden haben ihn verhaftet und zurückgeschoben. Es ist unverständlich und eine nicht hinzunehmende Nachlässigkeit, wenn er nun einfach wieder auftreten darf.
    Dabei kommt es nicht darauf an, ob er hier in Deutschland seine Mordaufrufe singt. Man würde ja auch einen Holocaustleugner nicht auftreten lassen, wenn er verspricht nur über den Ersten Weltkrieg zu schwadronieren, heißt es von Volker Beck weiter.

    In Berlin verteidigt man das geplante Konzert von Sizzla. „Auch wir sind gegen Schwulen – und Lesbenfeindlichkeit. Auch wir kämpfen für eine weltweite Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben. Gerade darum ist eine Auseinandersetzung zum Thema Homophobie wichtig, besonders an einem Ort wie Deutschland. Dass wir das intensiv tun, können Sie an unserem Engagement in den letzten vier Jahren erkennen. Mehrere Konzerte wurden im Verständnis aller Betroffenen abgesagt. Trotzdem sind die Künstler an anderen Orten in Berlin aufgetreten, ohne dass eine Reaktion dazu kam. Wir sind noch einen Schritt weitergegangen, als wir letztes Jahr, in Zusammenarbeit mit schwul-lesbischen Verbänden und Vertretern der Politik den Reggae Compassionate Act Berlin (RCA Berlin) verfasst haben. Wir veranstalten nur noch Konzerte von Künstlern, die den RCA Berlin unterschreiben. Dies hat Sizzla getan.“, so die Berliner Kulturbrauerei auf PRIDE1-Anfrage.

    Szene – Deutschland | 20.11.2009
    Original: http://www.queer.de/detail.php?article_id=11404 | http://queer.de/?11404

    Protest gegen Hass-Sänger geplant

    Sizzla singt gegen Schwule
    Der homophobe Reggea-Sänger Sizzla will nächste Woche in Berlin, München, Stuttgart und Wuppertal auftreten. In Berlin ist eine Demo geplant.

    Von Norbert Blech

    „Lesben und Schwule, ich sage, tot sollen sie sein. Ich traue Babylon für keine Sekunde. Ich gehe und erschieß Schwule mit einer Waffe“ – mit derlei romantischen Lyrics ist der Reggea-Künstler Sizzla weltweit bekannt geworden.

    Für den 33-jährige Sänger aus dem Nordosten Jamaikas ist Homophobie, wie auch für seine Kollegen Elephant Man oder Buju Banton, ein erfolgreiches Stilmittel – mit Folgen: Menschenrechtsorganisationen zufolge heizen diese Lieder die Stimmung in Jamaika auf und liefern die Rechtfertigung zu Lynchattacken auf Schwule. Das Auswärtige Amt hat daher Anfang des Jahres eine Reisewarnung für Jamaika herausgegeben (queer.de berichtete [1]).

    Sizzla hat zwar im Jahr 2007 eine Erklärung unterschrieben, nach der er „das Recht von Menschen, ohne Gewalt zu leben, respektiert und aufrechterhält, egal welcher Religion, sexuellen Ausrichtung, Rasse, ethnischer Herkunft oder welchem Geschlechts sie angehören“ (queer.de berichtete [2]). Laut LSVD soll er allerdings in Jamaika die Unterzeichung abgestritten haben, nach Informationen der Deutschen Botschaft führe er auch weiterhin volksverhetzende Stücke auf. In einer Pressekonferenz nach dem „Summerjam Festival“ 2007 in Köln erklärte er: „Gründest du eine Familie, erweist du deiner Mutter Respekt. Gehst du zu anderen Männern, ziehst du ihr Ansehen in den Schmutz. Ein Mann muss sich entscheiden, ob er ein Stück Dreck sein will oder ein stolzer Mann – so einfach ist das.“ Und in dem Lied „Nah Apologize“ führte er die Unterzeichnung ad absurdum: „Ein Rastamann entschuldigt sich nicht bei Schwuchteln.“

    Fünf Konzerte in vier deutschen Städten

    Demo-Ankündigung von Smash Homophobia
    Nun wird es eine Demonstration gegen Sizzla geben. Am 26. November, wenn der Sänger im Kesselhaus der KulturBrauerei Berlin [5] auftritt, sollen sich am benachbarchten S-Bahnhof Schönhauser Allee Konzertgegner sammeln. Die Initiative Smash Homophobia [6] hatte zunächst vergeblich versucht, die Veranstalter zu einer Absage des Konzerts zu bewegen. Diese begnügen sich mit der Erklärung aus 2007 und wollen das Konzert zur Kontrolle aufzeichnen.

    Über den Auftritt von Sizzla im queer.de berichtete [3]). Auch der Veranstalter wollte auf eine solche Distanzierung bestehen. Das Konzert wird stattfinden.

    Im notorischen U-Club in Wuppertal [4], in dem regelmäßig alles auftritt, was in der homophoben Reggea-Szene Rang und Namen hat, wird Sizzla gleich zweimal auftreten: Nachdem das für den 28. November geplante Konzert bereits ausverkauft ist, haben die Veranstalter einen Zusatztermin am 25. November einberaumt. Auf Kritik antworteten die Veranstalter in einer Pressemitteilung, Homophobie sei in den Räumlichkeiten unerwünscht. Man scheue nicht die inhaltliche Auseinandersetzung, aber Verbote für homophobe Künstler kämen nicht in Frage: „Um jedoch unter den gegebenen Umständen überhaupt weiterhin Reggae- und Dancehallkonzerte und Parties machen zu können, müssen wir (in diesem Fall: wir alle, die deutsche Dancehallszene: Künstler, Veranstalter und Publikum!) Alternativen zum Auftrittsverbot finden.“ Klartext: der Club kann schließen, wenn nur noch Homo-Freunde auftreten.

    Erfolgreiche Europatour

    In Stuttgart wird Sizzla am 29. November auftreten, im Zapata [7]. Die Hamburger „Fabrik“ hat den Schwulenhasser nach Protesten bereits Ende August wieder ausgeladen. Auf einen Trick zur Verhinderung der Konzerte können Schwule und Lesben nicht mehr hoffen: Im letzten Jahr war Sizzla bei der Einreise nach Spanien verhaftet und abgeschoben worden (queer.de berichtete [8]). Doch in diesem Jahr hat Sizzla seine siebenwöchige Tour durch Europa schon fast beendet, der Sänger trat in den Niederlanden, der Schweiz, in Dänemark, Schweden, Slowenien, Italien und Frankreich auf. Nur Großbritannien blieb von vornerein außen vor: der Staat hat dem Sänger in der Vergangenheit bereits mehrfach die Einreise verweigert.

    Der Text aus der Einleitung stammt übrigens aus dem Song „Get to the point“. Wie man bei Youtube [9] sehen kann, führte Sizzla den Song noch vor einem Monat in Amsterdam auf. Ob die Lyrics ausgetauscht wurden, ist nicht erkennbar.
    Interne Links:
    [1] http://www.queer.de/detail.php?article_id=10002
    [2] http://www.queer.de/detail.php?article_id=7073
    [3] http://www.queer.de/detail.php?article_id=11307
    [4] http://www.u-club.de
    [5] http://www.kesselhaus-berlin.de/
    [6] http://smashhomophobia.blogsport.de/
    [7] http://www.zapata.de
    [8] http://www.queer.de/detail.php?article_id=8841
    [9] http://www.youtube.com/watch?v=hdhjWegQ2qc

    22 User-Kommentare

    1. discohero schreibt am 20.11.2009, 16:02:41 Uhr:
    „In Stuttgart wird Sizzla am 29. November auftreten, im Zapata.“ Wisst ihr, was besonder pervers ist? Eine Woche vorher, am 21. November 2009, findet im Zapata eine der größten schwulen Partys Stuttgarts statt: die Fame…
    2. daisy schreibt am 20.11.2009, 16:12:06 Uhr:
    Antwort zu Kommentar #1 von
    du bist sexy !!!!
    3. Hando schreibt am 20.11.2009, 16:30:42 Uhr:
    Merkt denn keiner, dass dies nur ein Werbetrick ist, um überall in die Presse und ins Gespräch zu kommen? Und mit dieser Demo fallen die Schwulen genau darauf rein! Es ist ähnlich wie mit Bushido, der auch „von der Straße“ kommt, gegen Schwule gehetzt hat und sich jetzt im feinen Berlin-Dahlem eine Villa gekauft hat. Totschweigen – das ist das Mittel gegen solche Typen. Selbst dieser Artikel in queer.de ist schon zuviel.
    4. discohero schreibt am 20.11.2009, 16:58:19 Uhr:
    Antwort zu Kommentar #2 von daisy
    Danke, aber solche Kommentare gehören wohl eher in GR! ;D
    5. Loren schreibt am 20.11.2009, 17:35:59 Uhr:
    Crossover 2009: Reggae mit Springerstiefeln?
    6. stromboli schreibt am 20.11.2009, 18:38:24 Uhr:
    Antwort zu Kommentar #4 von
    in der regenzeit komplimente nehmen, für die lange dürre die folgt… alte schwuchtelregel [whatever][wink][tongue]
    7. jochen schreibt am 20.11.2009, 18:41:50 Uhr:
    Antwort zu Kommentar #3 von Hando
    zu schweigen wäre falsch. meistens wird das schweigen von der angegriffenen gruppe dazu , -also ein „sich-nicht-wehren“, – in der öffentlichkeit wahrgenommen als eine art von duldung.[unhappy] sicherlich muss man nicht jeden homophoben veräusserten schwachsinn von irgendeiner dahergelaufenen dumpfbacke kommentieren,…. aber leider macht dieser typ grad ne europatournee damit….[angry]
    8. stromboli schreibt am 20.11.2009, 19:13:22 Uhr:
    natürlich hingehen und NICHT AUF DER ANDEREN STRAßENSEITE warten: RÜBERGEHEN UND AUFMISCHEN! Das muß wenigstens in berlin so im karton rappeln, dass es medial endlich ein zeichen setzt ! Kein arsch singt ungestört und zieht seine show ab, zur gaudi von hetennormierten schwachköpfen, die unfähig sind, den fascho vor sich zu sehen …. von faulem ei zu tomaten ist alles möglich… und: es sollen auch die fans getroffen werden, hinter denen sich dieser sack versteckt! Ich werd jedenfall dasein, und mein bestes geben![evil][angry][angry]
    9. Mike schreibt am 20.11.2009, 19:57:31 Uhr:
    Dringendes Einreiseverbot !!! Der hat hier Nichts verloren in der Europäischen Union !
    10. Loren schreibt am 20.11.2009, 19:59:43 Uhr:
    Antwort zu Kommentar #6 von
    Daher mein Motto: „Lieber ’nen langen Dürren als ‚die lange Dürre‘ [smile].“
    11. uclubdichtmachen schreibt am 20.11.2009, 21:39:06 Uhr:
    Auch in Wuppertal gibt es Proteste. NIcht nur gegen das Konzert von Sizzla, sondern explizit gegen den U-Club als Veranstalter: www.uclubdichtmachen.blogsport.de ( Link: de.indymedia.org/2009/11/265662.shtml )
    12. herve64 schreibt am 20.11.2009, 23:06:20 Uhr:
    Und warum demonstriert man nur in Berlin? Generell gehören die Auftritte verboten und Sizzla wegen Volksverhetzung verhaftet, abgeurteilt, ausgewiesen, abgeschoben und sein Pass mit dem Vermerk „Einreise unerwünscht“ versehen. Punkt.
    13. Menschenrechtler schreibt am 20.11.2009, 23:11:22 Uhr:
    Antwort zu Kommentar #1 von
    Ich habe auf der Homepage des in Baden-Württemberg sehr bekannten Homo-Magazins „Schwulst“ zu genau diesem Thema mehrfach Kommentare geschrieben und die Stuttgarter Community aufgefordert, endlich aktiv zu werden. Zuletzt antwortete ich dort in einem Thread zur CSD-Gala Stuttgart, die am Montag stattfand, auf einen Beitrag des Vorsitzenden des CSD-Vorstandes, der es aber weder für nötig hielt, auf meinen Kommentar zu antworten, noch bei der CSD-Gala in seinem schicken schwarzen Anzug auf den Skandal rund um FAME-Party / Sizzla im Zapata Stuttgart hinzuweisen (von dem eigentlich dringend gebotenen Protestaufruf ganz zu schweigen!). Tja, in einer Stadt, wo der CSD so sinnige Parolen wie „Ich glaube“ zelebriert, wundert einen wirklich gar nichts mehr. PS: Die betreffenden Kommentare auf der Schwulst-Homepage sind momentan nicht mehr auf der Seite, da die Kommentarfunktion in Folge einer Auseinandersetzung zwischen Usern in einer anderen Angelegenheit
    (hatte also nichts mit Sizzla/Zapata zu tun) deaktiviert wurde.
    14. Thom_ass1973 schreibt am 21.11.2009, 06:45:31 Uhr:
    Nachdem die Musik ja nur „Kunst“ ist und nicht ernst gemeint ist mal eben aus voller Inbrust singen tue “ GEH DOCH NACH HAUSE DU ALTE SCHEISSE“ …
    15. bastapapsta schreibt am 21.11.2009, 12:44:03 Uhr:
    Die Demo gegen den Auftritt von Sizzla müsste so gross werden, dass die Türsteher und Polizei keine Möglichkeit haben, die Demosnstranten vom Stürmen des U-Club abzuhalten. Ich möchte aber betonen, dass nicht die ganze Reggea Szene so verkorkst ist wie jener Teil, der auf die Sizzla Konzerte geht. Der überwiegende Teil hat eine friedlichen Lebensstil. Wir sollten anhand der auf schwachem Nivou stehenden Sizzla ( oder anderer Hassänger ), die nur billig abfeiern wollen und denen die Qualität egal ist -nicht die gesammte Reggea Szene über einen Kamm scheren. Egoisten gibts leider überall und die versauen dann den Ruf der anderen in der Szene…… obwohl sie nur einen kleinen Teil darstellen.
    16. Frankyboy schreibt am 21.11.2009, 13:27:15 Uhr:
    Es ist wirklich eine Frechheit, dass er hier in Deutschland oder auch in anderen EU-Ländern auftreten darf!!! Würde er so über Ausländer „singen“, würde es mit Sicherheit wegen Rassismus verboten werden. Aber hier geht es ja „nur“ um Schwule… Vor uns liegt noch ein langer Weg. Je mehr wir für die Heterowelt sichtbar werden (Gleichstellung etc.), umso mehr wird es homophobe Auseinandersetzungen geben. Solange wir aber schön still sind, ist alles für die Heterowelt in Ordnung. Also Berliner, auf zur Demo!
    17. antos schreibt am 21.11.2009, 16:17:30 Uhr:
    Antwort zu Kommentar #13 von Menschenrechtler
    Memo an mich: Auf einer Party mit Menschenrechtlern besser keinen schicken schwarzen Anzug anziehen.
    18. Menschenrechtler schreibt am 21.11.2009, 17:55:15 Uhr:
    Antwort zu Kommentar #17 von
    Solange da keine Verbindung zu deinen politischen Ansichten besteht, wäre der Anzug kein Problem.
    19. daisy schreibt am 21.11.2009, 18:04:33 Uhr:
    ah, kleider, anzüglich ! herr kaiser ist übigens gestorben ( Link: www.lsg.musin.de/geschichte/start-g/liber.jpg )
    20. anonymus schreibt am 21.11.2009, 20:49:46 Uhr:
    Ich versteh´s einfach nicht! Als die „Bösen Onkels“ damals angesagt waren, gab es regelmässig Aufschreie, damals hab ich bei WOM gearbeitet und wir haben uns sogar geweigert, Schallplatten von denen zu verkaufen. Bei den „Ärzten“ war sofort die Zensurbehörde auf´m Plan wegen der “ Ab 18″ Schallplatte und einiger auf anderen Lps erschienenen Songs. Wenn irgendwo ´n Skinkonzert stattfindet, irgendwo ´ne rechte Band auftritt, ist gleich die Polizei und Staatsanwaltschaft und was weiß ich nicht vor Ort …. und solchen bekannten Figuren lässt man deren musikalischen Durchfall im Zeichen der „künstlerischen Freiheit, der multikulturellen Vielfalt“ durchgehen. Soll dieser Sizzla und diese gesamte Reggeabrut doch mal was gegen Juden singen oder es soll sich ein weißer Reggeaquäker oder Rapper mal so über „Menschen mit Immigrationshintergrund“ äussern – möglichst auf´m gleichen Festival wo solche „Künstler“ auftreten, damit die
    „Zweimassstabsberechnung“ der deutschen Behörden sowie die Dummheit der Zuhörer auch wirklich offensichtlich wird.[angry][evil]
    21. Menschenrechtler schreibt am 21.11.2009, 21:48:21 Uhr:
    Während im Zapata Stuttgart, wo Sizzla in einer Woche auftreten soll, die schwul-lesbische Community im Vollrausch auf der größten Szeneparty der Region dafür sorgt, dass beim genannten Club die Kassen klingeln, kämpft wenigstens einer für die Achtung der Menschenrechte in Jamaika wie bei uns: ( Link: www.volkerbeck.de/cms/index.php?option=com_content&task=view &id=1769&Itemid=1 )
    22. Andi schreibt am 22.11.2009, 13:49:44 Uhr:
    ich denke auch auch, dass man sich da nichts gefallen lassen darf. Ich bin am 26.11. auf jeden Fall bei der Demo dabei.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.



Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: