„Von heute an gehörst du zu denen, die sich wehren….“


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Henny Dreifuss

Mein Weg in die französische Résistance

Bei uns waren Geburtstage Familientreffen. Der Zufall wollte es, dass mein Onkel Fritz an
einem 30. Januar geboren wurde. Am 30. Januar 1933 kam es zu einem gewaltigen Familienkrach.
Mein Vater, ein Sozialdemokrat, sehe nur schwarz, war die einhellige Meinung.
Man müsse erst mal abwarten. Dieser Hitler würde sich schon abwirtschaften. Mit
den Juden, das könne doch nicht so schlimm werden. Und für die Familie schon gar
nicht, schließlich seien alle Brüder, bis auf den jüngsten, Soldat im Weltkrieg gewesen.
Am selben Tag erlebte ich noch abends mit meinen Eltern und meinem Bruder hinter den
unbeleuchteten Fenstern unseres Wohnzimmers den Fackelzug der Nazis. Wenige Tage
später sagte mir meine Freundin, wir waren neun Jahre alt, sie werde nicht mehr mit mir
spielen. Ich erinnere mich an den ersten plakativen Boykott jüdischer Geschäfte, an die
Aufregung im Elternhaus über die Bücherverbrennung und die Verhaftung von Freunden.
Wie gingen bereits 1933 in die Emigration nach Frankreich. Aus politischen Gründen. Die
jüdische Herkunft spielte dabei eine untergeordnete Rolle; sie holte uns später ein. Die
Jahre bis 1939 waren geprägt vom Verlust der Heimat – ich war ein Ausländerkind geworden
- von der Arbeitslosigkeit der Eltern, von vielen Ungewissheiten, die unser Leben
betrafen, aber auch von den politischen Verhältnissen in Deutschland und dem Schicksal
unserer Verwandten. Im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten unterstützten wir die spanische Republik. Den Sieg Francos haben wir mit Entsetzten erlebt. Es war ein düsteres Anzeichen. Dennoch konnten wir uns im September 1939 nicht vorstellen, dass 10 Monate später die Hitlertruppen Frankreich überfluten und am 22. Juni 1940 Pétain einen Waffenstillstand unterzeichnen würde, in dessen Artikel 19 die Verpflichtung stand, in Frankreich lebende Deutsche auszuliefern, was die Vichy-Regierung auch bereitwillig tat. Dieser Juni 1940 war wie eine Mausfalle.
Zehntausende von Hitlergegnern, Spanier und vor allem Deutsche, die in den Internationalen
Brigaden in Spanien gekämpft hatten, waren bereits vor dem Krieg, nach Überschreiten
der französischen Grenze unter menschenunwürdigen Bedingungen interniert
worden.1939/40 kamen tausende Männer und Frauen, politische und rassische Flüchtlinge
als angeblich feindliche Ausländer dazu.
Ich arbeitete zu dieser Zeit in einem Kinderheim in Limoges. Die Helferinnen gehörten
fast alle zu den politisch und rassisch Verfolgten. Die Kinder waren Emigrantenkinder. Sie
hatten fast alle schon viel mitgemacht: Verfolgung, Krieg, Entbehrungen, weil ihre Eltern
sich verstecken mussten, verhaftet waren oder keine feste Bleibe fanden.
Aber es kam noch schlimmer: Am 22./23. Oktober 1940 wurden 6.504 badische und pfälzische
Juden in das berüchtigte Lager Gurs deportiert, darunter viele Kinder. Es war ein
auf Schlamm erbautes Barackenlager am Fuß der Pyrenäen. Es ist uns gelungen, Kinder
aus Gurs herauszubekommen. Ich habe dort Kinder abgeholt, selbst das ganze Elend
gesehen. Die Kinder waren schwach, unterernährt und verlaust. Die Trennung war für die
Kinder und die Eltern schrecklich gewesen. Später kamen die meisten badischen und
pfälzer Juden nach Rivesaltes, ebenfalls am Fuß der Pyrenäen, aber mit Schienenanschluss,
und von dort 1942 nach Auschwitz. Aber vor dem Abtransport der Eltern holte
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die Polizei bei Nacht und Nebel die Kinder in unserem Heim in Limoges aus den Betten,
um sie mit den Eltern zu deportieren, mit deutscher Gründlichkeit.
Das war die Zeit, in der wir dazu übergingen, Kinder in französischen Familien zu verstecken.
Die Hilfsbereitschaft war groß. Den Kollaborateuren und Denunzianten, den Feiglingen
und Gleichgültigen standen die unendlich Vielen gegenüber, die halfen, selbstlos
und mutig. Meine Großmutter, die kein Wort französisch sprach, war in einem Kloster bei
Nonnen versteckt. Diese wahrhaft heiligen Frauen hatten eine ganze Anzahl älterer Menschen
jüdischer Herkunft aufgenommen. Nie haben sie auch nur eine Frage gestellt.
Auch nicht an mich, wenn ich die Großmutter besuchte. Das war kein Einzelfall.
Das Jahr 1942 war schrecklich. Eine Razzia jagte die andere. Die Deportationen liefen
bereits auf Hochtouren. Ich habe die Züge nach Osten fahren sehen, überfüllt mit verzweifelten
Menschen, die einzig und allein ihrer jüdischen Herkunft wegen in den Tod
verfrachtet wurden. Immer drängender stellte sich die Frage: Verstecken? Schicksalsergeben
warten? Abwechselnd hoffen und resignieren? Oder etwas gegen den Faschismus
tun? Entscheidungen, die je nach persönlichen Möglichkeiten, aber auch nach dem politischen
Hintergrund auf jeden einzelnen zukamen. Dabei muss man bedenken, dass viele
jüdische Emigranten sich nie zuvor politisch betätigt hatten.
Ich kam aus einer Familie, in der Politik kein Tabu war. Im Kinderheim arbeitete ich mit
Kommunistinnen zusammen und habe mich unter anderem an der Solidarität für die eingesperrten
Spanienkämpfer beteiligt, habe zusammen mit einer polnischen jüdischen
Genossin etwa drei Monate eine österreichische Genossin, die von der Gestapo gesucht
wurde, in unserem kleinen Zimmer versteckt. Die Razzia, bei der es auch mich treffen
konnte, lag in der Luft.
Die französische Widerstandsbewegung war zu einer beachtlichen Kraft geworden. Auch
die deutschen Antifaschisten, vor allem die Kommunisten, begannen bereits 1940 mit der
Organisierung ihres Widerstandes. Sie waren Teil der nach Sprachgruppen organisierten
ausländischen Emigranten und Arbeiter, die in Frankreich lebten. Unterstützt von der FKP
und mit ihrer Hilfe wurden viele Probleme gelöst, für die uns die Verbindungen fehlten
und bei denen wir Ausländer aufgefallen wären. Mein Weg führte über die Kommunistinnen,
mit denen ich im Kindergarten zusammengearbeitet hatte, zur Résistance. Nicht
ganz neunzehn Jahre alt fuhr ich im Januar 1943 von Limoges als Henny Dreifuss ab und
kam in Lyon als Marguerite Barbe an.
Es lag nahe, dass die antifaschistische Tätigkeit der Deutschen und Deutschsprachigen
besonders auf die Okkupationstruppen ausgerichtet wurde. Kannten wir doch ihre Sprache,
ihre Mentalität und wussten auch, dass nicht alle Hitleranhänger waren. Ich werde
nie das Gefühl vergessen, das ich nach dem Ankleben des ersten „Spuckzettels“ hatte:
Von heute an gehörst du zu denen, die sich wehren. Wenn du sterben musst, dann nicht
mehr umsonst.
Unsere auf die Besatzungstruppen orientierte Arbeit wurde verstärkt, als sich in Frankreich
im September 1943 (in der UdSSR im Juli 1943) das Komitee „Freies Deutschland“
für den Westen gründete. Neue Mitstreiter unterschiedlicher Weltanschauung kamen
hinzu; teils nicht-kommunistische Emigranten, teils Wehrmachtsangehörige. Es war nicht
immer einfach, persönlichen Kontakt zu den Besatzungssoldaten herzustellen. So unauffällig
wie möglich mussten die Gespräche angeknüpft werden. Das war für Frauen leichter
als für Männer. Zusammen mit einer Genossin (nie alleine) gingen wir in Lyon zum
Beispiel in ein Kaufhaus und waren „zufällig“ da, wenn es Sprachschwierigkeiten gab. Es
ging darum, Verbindungen zu bekommen, damit illegale Flugblätter und Zeitungen verteilt
und antifaschistische Gruppen innerhalb der Wehrmacht gebildet werden. Um die Stimmung
zu kennen – das war wichtig für die Herstellung der Materialien – haben einige von
uns, auch ich, bei einer Wehrmachtsstelle gearbeitet.
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Unser Ziel war vor allem:
Schluss mit dem Krieg. Schluss mit der deutschen Besatzung. Bestrafung der Kriegsverbrecher.
Schaffung eines demokratischen Deutschland.
Es war eine schwierige Zeit, mit vielen Aufregungen und Ängsten, die man sich nicht
anmerken lassen durfte, eine Zeit, die ständiger Aufmerksamkeit bedurfte, musste man
doch jeden Tag erneut in die falsche Identität schlüpfen. Aber es gab auch Hoffnungen,
vor allem nach Stalingrad, da waren wir sicher, dass dieser Krieg das Ende des Faschismus
bringen würde. Nie hätte ich damals gedacht, dass Klaus Barbie, der Schlächter von
Lyon, erst 43 Jahre später vor einem französischen Gericht stehen würde. Nie hätte ich
damals gedacht, dass Lammerding, der Kommandeur der SS Division „Das Reich“, der
für seine Mordtaten in Tulle und Oradour-sur-Glane von einem französischen Gericht in
dessen Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde, bis zu seinem Lebensende als Bauunternehmer
unbehelligt in Düsseldorf tätig sein könnte.
Die Befreiung erlebte ich in Lyon. Es waren bewegende Tage, aber auch Stunden der
Trauer um diejenigen, die nicht mehr dabei sein konnten, und von Ungewissheit über das
Schicksal der Familie. 1945 kehrte ich nach Deutschland zurück. Ich war Mitglied der
KPD geworden. Meine Eltern waren in Auschwitz, mein Bruder in Maidanek umgekommen.
Meine Großmutter wollte keinen Fuß mehr auf deutschen Boden setzen.
Henny Dreifuss, geboren 1924, lebte bis zur Emigration in Mannheim. Nach ihrer Rückkehr
war sie viele Jahre in Düsseldorf journalistisch tätig. Sie engagierte sich in der IG
Druck und Papier und war von 1972 bis 1985 als Landesfrauenleiterin ehrenamtlich aktiv
sowie Mitglied des Landesbezirksvorstandes NRW. Seit 1984 ist sie Rentnerin.

Wuppertaler Spanienkämpfer


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Umsonst is dat nie


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Urteil gegen SS-Mann Boere

Boere – Urteilsverkündung
AK Kein Vergessen 23.03.2010

„Boere schoss immer als erster“

Heinrich Boere wurde heute vom Aachener Landgericht wegen dreier Morde zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Haftzeit in den Niederlanden und die kurze deutsche Haft werden auf das Urteil angerechnet.

Für die Nebenklage bedeutete das Urteil einen späten Akt der Gerechtigkeit. Teun de Groot und Dolf Bicknese, beide Angehörige der Opfer Boeres, waren während der Urteilsverkündung anwesend und verfolgten die Begründung des Urteils.

Boere habe Menschen ermordet, erläuterte der Vorsitzende Richter Nohl in seiner Urteilsbegründung, „die unschuldig waren“. Somit seien die Morde niederträchtig und feige gewesen. „Das sind Morde gewesen“, so Nohl, „die außerhalb des Anstandes eines Soldaten standen“. Die Bezeichnung des Verfahrens als „Kriegsverbrecher-Prozess“ verharmlose die Taten Boeres, so der vorsitzende Richter.
Mit diesen Argumentationsfiguren negierte Nohl die Systematik der Verbrechen der SS und implizierte zudem, dass die Morde nicht niederträchtig und feige gewesen seien, hätte es sich nicht um Unschuldige gehandelt. Im Umkehrschluss heißt das eben auch, dass WiderstandskämpferInnen nicht unschuldig gewesen seien, die Morde an ihnen nicht niederträchtig, die direkte Widerstandsbekämpfung zumindest ein bisschen legitimer als „Vergeltungsaktionen“ gegen „ZivilistInnen“. Auch was mit dem „Anstand eines Soldaten“ im Kontext der Wehrmacht und des deutschen Vernichtungskrieges gemeint ist, blieb nebulös. Doch nicht etwa der gute deutsche Landser? Kein Wort jedenfalls verlor Nohl zur Systematik deutscher Verbrechen.
Irritiert zeigte sich Nohl, das die Presse nach den Biographien der Richter gefragt hatte. Mögliche familiäre NS-Belastungen sollen im neuen Deutschland lieber keine Rolle spielen.

Interessant war auch die Information, das Boere nach seiner Flucht 1955 in Deutschland sogar einen Entschädigungsantrag wegen der erlittenen Kriegsgefangenschaft gestellt hatte. Möglicherweise hat er für seine viel zu kurze Haft sogar noch Geld bekommen.
Folgend verwehrte sich Nohl gegen medial erhobene Vorwürfe, das Verfahren sei verzögert worden, das Gericht habe angemessen gearbeitet. Er bedauerte, dass Heinrich Boere selbst nicht bereit war, über die Einlassungen hinausgehende Fragen zu beantworten.
Die Beteiligung an der Ausspionierung der Widerstandstätigkeiten der BürgerInnen von Helden/Panningen, könne hier nicht eindeutig festgestellt werden, fest stehe aber, dass Boere freiwillig dem Sonderkommando Feldmeijer beitrat. Auch sei unbestritten, dass Boere sich nie in Deutschland versteckt habe, er hätte jederzeit juristisch belangt werden können. Warum dies nicht geschah, dazu verlor Nohl nicht viele Worte. „Es geschahen Fehler bei der deutschen Justiz und bei der niederländischen Justiz“. Den Ausführungen der Nebenklage zu der Einstellungsbegründung der Staatsanwaltschaft Dortmund von 1984 „sei nichts hinzuzufügen“. Selbst wollte Nohl anscheinend nichts zu der Rolle der deutschen Justiz in der Strafverfolgung von NS-Tätern sagen.
Schließlich erläuterte Nohl unter dem Verweis, niemand glaube, dass Boere noch in Haft gehe, die möglichen Revisionsgründe.
Den Antrag der Verteidigung, den Prozess wegen der Gültigkeit des Lissabon-Vertrages zu kippen, nannte Nohl eine juristische Meisterleistung. Nach Ansicht der Verteidigung schließe der neue EU-Vertrag angeblich eine Doppelbestrafung auch dann aus, wenn das Urteil noch nicht vollstreckt wurde. Nohl wies unmissverständlich darauf hin, dass die Rückweisung des Antrags der Verteidigung in einer Revision rechtlich geprüft werden müsste. Möglicherweise war die schnelle Ablehnung des Antrags auch die rechtliche Vorlage für eine erfolgreiche Revision vor dem BGH. Wäre dem Antrag stattgegeben worden und hätte eine Prüfung der Doppelbestrafung Erfolg gehabt, wäre der SS-Mann Boere der Erste in Europa gewesen, der vom Lissabon-Vertrag profitiert hätte. Da möchte Nohl ganz offensichtlich doch lieber unter der Beobachtung der internationalen Presse ein Urteil fällen – die Revision kann das ganze dann ja noch kippen. Nohl gehe ohnehin davon aus, dass eine Prüfung des Urteils in Karlsruhe eine Haft Boeres in weite Ferne rücken lässt.

Da hoffen wir doch, dass der Wunsch Teun de Groots in Erfüllung geht: Was er sich für Boere wünsche, wurde er gefragt: „Nach diesem Urteil? Ein langes Leben.“


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[AC] Urteilsverkündung NS-Verbrecherprozess
AK Kein Vergessen! 22.03.2010 17:45 Themen: Antifa Militarismus
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Am kommenden Dienstag wird vor dem Landgericht Aachen das Urteil im Fall Boere erwartet. Heinrich Boere muss sich vor Gericht wegen drei „Silbertanne“- Morden verantworten. 1944 erschoss er als Mitglied des Sonderkommandos Feldmeijer der Germanischen SS in den Niederlanden im Rahmen der Widerstandsbekämpfung drei niederländische Bürger. (Zu Hintergründen siehe: http://akantifaac.blogsport.de/kein-vergessen)
Nachdem die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung in den letzten Wochen gehalten wurden, ist am 23. März mit einer Verurteilung zu rechnen. Dies müsste die rechtliche Beurteilung aller Todesschwadronen-Aktionen im besetzten Europa neubestimmen.

Neue Hausaufgaben für die deutsche Justiz, respektive für Oberstaatsanwalt Maaß

Immer noch leben in Deutschland etliche nicht verurteilte NS-Verbrecher unter ihren richtigen Namen. Systematisch müssten spätestens jetzt alle NS-Todesschwadronen-Aktionen recherchiert werden und vor Gericht kommen. Damit STAW Maaß, Leiter der „Zentralstelle im Lande Nordrhein-Westfalen für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen“ nicht weitere Jahrzehnte vergehen lässt, hier zwei Anregungen:
Klaas Faber

Faber wird wie Boere eine Beteiligung an den „Silbertanne“- Morden vorgeworfen. Ihm werden in diesem Zusammenhang 22 bzw. 27 Morde angelastet. In den Niederlanden wurde Klaas Carl Faber 1947 für die Hinrichtung von Gefangenen im „Polizeilichen Judendurchgangslager“ in Westerbork und im Gefängnis von Groningen zum Tode verurteilt. Dieses Urteil wurde später in lebenslange Haft umgewandelt. 1952 konnte Faber aus dem niederländischen Gefängnis in Breda fliehen und in Deutschland untertauchen. Der Hitler-Erlass von 1943 schützte auch Faber, wie Boere, vor einer Auslieferung: Mit dem Eintritt in die Waffen-SS erhielt er die deutsche Staatsanghörigkeit. Ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Düsseldorf von 1954 wurde 1957 wieder eingestellt. Im Sommer 2003 beantragten die Niederlande die Vollstreckung des Urteils von 1947. Die zuständige Kammer am Landgericht Ingolstadt befand allerdings 2004 die Vollstreckung für nicht zulässig. Klaas Carel Faber ist einer der zehn meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher des Simon-Wiesenthal-Zentrums. Interessiert hat das die deutsche Justiz bislang nicht.
Sören Kam

Der 1921 in Kopenhagen geborene Kam diente zunächst als Mitglied der Waffen-SS an der Ostfront. 1943 kehrte er nach Dänemark zurück und gründete dort zusammen mit „Kameraden“ die Kollaborations-Miliz „Schalburgkorps“, die gegen Dänen gerichtete Terror- und Vergeltungsaktionen vornahm. Im Rahmen einer „Säuberungsaktion“ töteten Kam und seine Waffen-SS-„Kameraden“ Jørgen Valdemar Bitsch und Knud Flemming Helveg-Larsen den dänischen Journalisten Carl Henrik Clemmensen, der zuvor einen Kollegen einer NS-Tageszeitung als Landesverräter beschimpft hatte. Zudem soll er im August 1943 am Raub des Einwohnerverzeichnisses der jüdischen Gemeinde in Dänemark beteiligt gewesen sein und so die Deportation von dänischen Jüdinnen und Juden in Konzentrationslager ermöglicht haben.Nach 1945 verschwand Kam in die Bundesrepublik Deutschland und entkam so einer Verurteilung in Dänemark. 1956 erhielt er die deutsche Staatsangehörigkeit. Ein 1968 in München eingeleitetes Ermittlungsverfahren gegen Kam wurde 1971 aus „Mangel an Beweisen“ eingestellt. Kam hatte ausgesagt, nur aus Solidarität gegenüber seinen „Kameraden“ auf den bereits toten Clemmensen gefeuert zu haben. Auch das 1997 aufgrund neuer Beweise wieder aufgenommene Verfahren wurde 2005 eingestellt. Auslieferungsbemühungen Dänemarks liefen ins Leere. 2006 wurde Kam auf Druck Dänemarks kurzzeitig festgenommen. Die Ermittlungen wurden wegen Verjährung fallengelassen, da die Taten als Totschlag und nicht als Mord klassifiziert wurden.
Heute ist er Rentner und wurde zuletzt 1995 als NS-Veteran beim Ulrichsbergtreffen gesichtet.

Im Zusammenhang mit dem Prozess gegen Heinrich Boere wurde nicht zuletzt von Staatsanwalt Maaß ein Bild von Deutschland als geläuterter Republik aufgebaut. Diese Einzelfälle – Boere, Demjanjuk, Scheungraber – können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Aufarbeitung nicht systematisch stattfand und stattfindet, dass Revisionismus hegemonial ist und dass Relativierung der NS-Verbrechen zur deutschen Normalität gehört.
Von Aachen nach Mittenwald

In Mittenwald beispielsweise trifft sich alljährlich der „Kameradenkreis der Gebirgstruppe“, eine Selbsthilfegruppe für NS-Verbrecher, um sich und ihre Taten zu feiern. Die Gebirgsjäger-Divisionen waren nachweislich an Massakern an ZivilistInnen und an Deportationen von Jüdinnen und Juden beteiligt.
Bei diesem großen Veteranentreffen sind Angehörige der Wehrmacht und der Waffen SS zugegen, unterstützt durch die Bundeswehr und bayrische Politprominenz. Auf Erfahrungsweitergabe an Bundeswehr-Gebirgsjäger wird dabei viel Wert gelegt. So werden auf Kameradschaftsabenden und in der Vereinspostille „Gebirgstruppe“ seit Jahrzehnten „Erfahrungen mit den hinterhältigen Partisanen“ ungestört und unverblümt an künftige Generationen von Gebirgsjägern weitergegeben und gleichzeitig die Beteiligung an Massakern und an der Ermordung von Jüdinnen und Juden geleugnet. Da die deutsche Justiz bei der Strafverfolgung von NS-Tätern im Schneckentempo arbeitet und die deutschen Täter trotz Verurteilungen in Italien nicht ausgeliefert werden, treiben sich am Hohen Brendten in Mittenwald – nach wie vor – die Veteranen der 1., der 5., der 157. und der 188. Gebirgsdivision, der 6. Waffen-SS-Division Nord und des SS-Polizei-Gebirgsjäger-Regiments 18 herum, die für zahlreiche Massaker auf Kephallonia, Korfu, Kreta, im Vercors, in Kommeno und Camerino und für die Deportationen der Athener Jüdinnen und Juden nach Auschwitz verantwortlich sind.
Von Mittenwald bis nach Den Haag

Im Zusammenhang mit einigen dieser Massaker und anderen NS-Verbrechen wurde Deutschland von italienischen und griechischen Gerichten zu Entschädigungszahlungen an Überlebende oder deren Angehörige sowie ehemalige ZwangsarbeiterInnen verurteilt, weigert sich jedoch bis heute, diese rechtskräftigen Urteile anzuerkennen. Und das, obwohl die Bundesregierung an allen Verfahren in Italien beteiligt war und sich, vertreten durch italienische Anwälte, somit auf die erhobenen Klagen eingelassen hat. Im Namen der Staatenimmunität reichte Deutschland 2008 darüber hinaus beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag Klage gegen Vollstreckungsmaßnahmen in Form von Pfändungen deutschen Eigentums in Italien ein. Der angestrebte Prozess hat das Ziel, die Durchsetzung von Entschädigungsansprüchen der NS-Opfer vor italienischen Gerichten zu vereiteln.
Dabei werden Gerichtsurteile in allen Staaten der Europäischen Union grundsätzlich als gleichwertig anerkannt – die Staatenimmunität hat somit innerhalb Europas keine Bedeutung mehr. Offenbar will die Bundesregierung mit diesem Grundsatz brechen und ihre Interessen über das Recht anderer EU-Staaten stellen. Vor allem aber spielt die Staatenimmunität bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit schlicht keine Rolle.
Im Gegensatz zu italienischen Gerichten stellt sich die italienische Regierung auf die Seite Deutschlands; auch aus Sorge vor Ansprüchen gegen Italien.
Die Klage ist zwischen Deutschland und Italien abgesprochen, die Betroffenen sind an dem Verfahren nicht beteiligt.
Schließlich…

Auch mit einer Verurteilung Boeres oder anderer Einzelverurteilungen, ganz gleich wie sie inszeniert werden, kann nicht darüber hinweggetäuscht werden, dass sich die BRD weiterhin nicht konsequent und systematisch ihrer NS-Vergangenheit stellt. Dazu würde mindestens eine sofortige Entschädigung aller Opfer des NS, die Verurteilung aller noch lebenden Täter sowie ein Ende der Traditionspflege und Kriegspolitik gehören.

Mehr Information unter:
http://mittenwald.blogsport.eu/2010/03/19/aufruf-zur-befreiungsfeier-am-8-9-mai-2010-in-mittenwald/
http://www.keine-ruhe.org
http://akantifaac.blogsport.de/kein-vergessen

Aufruf zur Befreiungsfeier am 8./9.Mai 2010 in Mittenwald!


AK Angreifbare Traditionspflege/ Neue Folge
angreifbare.tradition@yahoo.de

http://twitter.com/AngreifbareTrad

„Da sind wir aber immer noch“ (Oktoberklub 1979)

Schluss mit dem NS-Kriegsverbrecher-Treffen in Mittenwald!

Kommt am 8.Mai 2010 zur Befreiungsfeier am neuen Denkmal in Mittenwald!
Liberation-Tour durch Oberbayern. Kundgebung, Zeitzeugenveranstaltung und Proteste gegen das NS-Kriegsverbrechertreffen auf dem Hohen Brendten

Als bundesweiter Zusammenschluss AK Angreifbare Traditionspflege versuchen wir seit 2002, in Zusammenarbeit mit der VVN-BdA offensiv an die Kriegsverbrechen der deutschen Gebirgsjäger zu erinnern und gegen das letzte große Veteranentreffen der Wehrmacht zu demonstrieren.

Wir sind hocherfreut, dass die Mittenwalder Bevölkerung samt ihrer gewählten Vertreter nach acht Jahren zäher und schwieriger (internationaler) Überzeugungsarbeit beginnt, öffentlich über die Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger zu sprechen und dies mit der Einweihung eines würdigen Denkmals für alle Zeiten besiegelt. Es ist wunderbar, dass es jetzt dieses schöne Denkmal vor der Grund- und Hauptschule mitten in Mittenwald gibt. Vorbei ist die Zeit, in der Hakenkreuzorden ganz ungeniert durch Mittenwald getragen wurden. Mit Hilfe der Kirchen und der Lehrkörper werden zum ersten Mal nach 65 Jahren Überlebende des Nationalsozialismus in der Gemeinde begrüßt und willkommen geheißen, endlich öffnet die Gemeinde Mittenwald Widerstandskämpfern und Holocaust-Überlebenden ihre Gasthäuser, Schulen und Gemeindezentren.

http://www.keine-ruhe.org/node/154

http://www.neues-deutschland.de/artikel/167249.vom-feind-umarmt.html

http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/stein-anstosses-ende-proteste-nicht-sicht-675881.html

Es hat sich offensichtlich viel geändert in Mittenwald. Sogar der Altbürgermeister Hermann Salminger, der Sohn des Kriegsverbrechers Josef Salminger, trat ab und verscherbelte für 15.000 Euro bei ebay die Hinterlassenschaften seines Vaters (Ritterkreuz, Fotos und andere Erinnerungsgegenstände aus der Kampfzeit). Leider wissen wir nicht, was Salminger junior mit dem vielen Geld gemacht hat.

Nichts geändert hat sich bei der Bundeswehr.

Leider halten sich die Bundeswehr und der „Kameradenkreis der Gebirgstruppe e.V.“ nicht an den Deal. Der versprochene Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und die Auslieferung aller NS-Kriegsverbrecher wurde nicht eingehalten. Mehr noch. Sie laden auch dieses Jahr wieder ehemalige Angehörige von Wehrmacht und Waffen-SS zur Veteranenfeier auf den Hohen Brendten ein.
Für das letzte große Soldatentreffen von Hitlers Wehrmacht in Deutschland haben sie zudem noch ein historisch bedeutsames Datum gewählt: Ausgerechnet am 8. und 9. Mai, also am 65. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, wollen die greisen Gebirgsjäger und ihrer Unterstützer aus der Bundeswehr ganz ungeniert ihren Kameradschaftsabend und ihren Feldgottesdienst feiern.

Auch wenn es die Tourismusbranche in Mittenwald schmerzt, werden wir es uns nicht nehmen lassen, dieses Jahr erneut wieder nach Mittenwald zu mobilisieren und gegen das letzte NS-Kriegsverbrechertreffen in Deutschland zu demonstrieren.

Die geneigte Presse wird sich erinnern. Der „Stein des Anstoßes“ für unsere Proteste in Mittenwald seit 2002 war und ist das NS-Kriegverbrechertreffen auf dem Hohen Brendten und die Straflosigkeit der Täter. Es gibt keinen politischen Grund, jetzt die erfolgreiche Kampagne abzubrechen.

Wir rufen daher auf: kommt nach Mittenwald und feiert mit uns zusammen am neuen Denkmal die Kapitulation Nazideutschlands und die Befreiung vom Nationalsozialismus.
Mit eurer Hilfe organisieren wir ein anspruchsvolles „Rahmenprogramm“. Die Themen liegen nach den letzten Skandalen der Gebirgsjäger in Mittenwald auf der Hand:

In Mittenwald zeigt sich bis heute exemplarisch, dass die NS-Vergangenheit in den neuen Kriegen und sozialen Auseinandersetzungen bei aller Modernisierung präsent bleibt.
Mittenwalder Gebirgsjäger quälen sich nicht nur gegenseitig mit der Einnahme von Schweineleberspezialitäten, sondern sie sind vor allem an allen Kriegseinsätzen der Bundeswehr führend beteiligt. Mittenwalder Gebirgsjäger und ihre Offiziere sollen der Welt deutsche Demokratie bringen und werden bis heute von Wehrmachtssoldaten, Waffen-SS’lern und Gebirgsjäger-Polizisten sozialisiert, die nachweislich an Massakern an Zivilisten und an Deportationen von Jüdinnen und Juden beteiligt waren. Auf Kameradschaftsabenden und in der Vereinspostille „Gebirgstruppe“ geben sie seit Jahrzehnten ihre „Erfahrungen mit den hinterhältigen Partisanen“ ungestört und unverblümt an künftige Generationen von Gebirgsjägern weiter und leugnen gleichzeitig ihre Beteiligung an Massakern und an der Ermordung von Jüdinnen und Juden.
Da die deutsche Justiz bei der Strafverfolgung von NS-Tätern im Schneckentempo arbeitet und die deutschen Täter trotz Verurteilungen in Italien nicht ausgeliefert werden, treiben sich am Hohen Brendten in Mittenwald – nach wie vor – die Veteranen der 1., der 5., der 157. und der 188. Gebirgsdivision, der 6. Waffen-SS-Division Nord und des SS-Polizei-Gebirgsjäger-Regiments 18 herum, die für zahlreiche Massaker auf Kephallonia, Korfu, Kreta, im Vercors, in Kommeno und Camerino und für die Deportationen der Athener Jüdinnen und Juden nach Auschwitz verantwortlich sind.

Unsere bisherige Planung:

Wir planen natürlich auch eine Zeitzeugenveranstaltung und eine Demonstration gegen das Kameradschaftstreffen im Gasthof Gries. Am Sonntag, den 9. Mai 2010, werden wir u.a. mit Hilfe von Abgeordneten den Feldgottesdienst am Hohen Brendten inspizieren und rufen unter dem Motto „Berg Frei!“ zu Protestwanderungen auf.

Wir sind die letzten! Fragt uns!

Seit 2002 versuchen wir in der Mittenwaldmobilisierung Holocaust-Überlebende und WiderstandskämpferInnen und deren Angehörige einzubeziehen. Sie waren und sind ein wesentlicher, für uns der wichtigste Teil der Mobilisierung gegen das Kriegsverbrechertreffen. Sie sind der lebendige Ausdruck für die Legitimität und die Möglichkeit von Widerstand. Unvergessen für uns waren die Begegnungen mit Peter Gingold, Richard Wadani, Christina Dimou, Max Tzwangue, Jacquot Szmulewicz,Ivan Kristan, Agyris N. Sfountouris, Nikos Fokas, Ludwig Baumann, Amos Pampaloni, Enzo und Marcella di Negri, Maurice Cling.

Wir danken Euch für euer Vertrauen und für eure Mithilfe im Kampf gegen NS-Täter und gegen die Militärs in Mittenwald und anderswo. Es gibt uns für uns keinen Grund, in Mittenwald und anderswo damit aufzuhören, Zeitzeugen zu treffen und einzuladen, solange es noch geht.

Von Aachen nach Mittenwald! Der Weg ist das Ziel!

Nach der erfolgreichen Kampagne für die Bestrafung des SS-Mörders Heinrich Boere wollen wir uns weiteren Tätern widmen. Anders, als man denkt, leben noch etliche NS-Täter, die noch auf antifaschistischen Hausbesuch warten. Wir rufen dazu auf, die lange Anfahrt nach Mittenwald zu nutzen.

Im Schwur von Buchenwald heißt es unmissverständlich:
„Wir lebend gebliebenen, wir Zeugen der nazistischen Bestialitäten sahen in ohnmächtiger Wut unsere Kameraden fallen. Wenn uns eins am Leben hielt, dann war es der Gedanke: Es kommt der Tag der Rache! Heute sind wir frei! Wir danken den verbündeten Armeen, der Amerikaner, Engländer, Sowjets und allen Freiheitsarmeen, die uns und der gesamten Welt Frieden und das Leben erkämpfen. Wir gedenken an dieser Stelle des großen Freundes der Antifaschisten aller Länder, eines Organisatoren und Initiatoren des Kampfes um eine neue demokratische, friedliche Welt, F. D. Roosevelt. Ehre seinem Andenken! Wir führten in vielen Sprachen den gleichen, harten, erbarmungslosen, opferreichen Kampf und dieser Kampf ist noch nicht zu Ende. Noch wehen Hitlerfahnen! Noch leben die Mörder unserer Kameraden! Noch laufen unsere sadistischen Peiniger frei herum!
Wir schwören deshalb vor aller Welt auf diesem Appellplatz, an dieser Stätte des faschistischen Grauens: Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.
Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.“

Da die deutsche Linke – mit Ausnahme der VVN – sich erst sehr spät mit der Frage der NS-Täter beschäftigt hat, gibt es auch heute 65. Jahre nach der Befreiung vom NS keinen politischen Grund mit dieser Arbeit aufzuhören.

Die Planung im einzelnen:

Der Weg ist das Ziel
7.Mai 2010
Eine Reisebus sammelt die Protestwilligen ein. Auf der Fahrt nach Mittenwald sind Zwischenstopps und Kundgebungen bei nicht verurteilten NS-Kriegsverbrechern geplant. Wir bereiten u.a. Kundgebungen bei den SS-Leuten Klaas Faber in Ingolstadt und bei Sören Kam in Kempten vor. Diese Aktionen werden mit den lokalen Bündnissen vorbereitet.

8.Mai 2010 Liberation-Tour
Für den Samstag ist für den Vormittag eine antimilitaristische Kaffeefahrt geplant. Wir „besichtigen“ die Nato-Schulen von Oberammergau und Garmisch-Partenkirchen und besuchen die Gräber von Deserteure in der Region.

Ab 15:00 Zeitzeugenveranstaltung am neuen Denkmal für die Menschen, die von der Gebirgstruppe getötet wurden.

17:00 Kundgebung und Demonstration gegen das Kameradschaftstreffen

19:00 Konzert

9.Mai 2010 Aktionen gegen die Brendten-Feier
Ab 8:00 Uhr Protestwanderung auf dem Hohen Brendten zum Gebirgsjäger-Denkmal.

10:30 Inspektion des Feldgottesdienstes mit Bundestagsabgeordneten

12:00-15:00 Uhr Kundgebung in Mittenwald

Wir brauchen – wie immer – viel Geld!

Spendenkonto: Freie Medien Postbank Essen Kto 470834437, BLZ 36010043 Stichwort Mittenwald

Im April gibt es ein bundesweites Vorbereitungstreffen und verschiedene Mobilisierungsveranstaltungen. Achtet auf Ankündigungen



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